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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1903-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1903) · p. Seite 167

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
23 (1903)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1903)
Date
1903-07-01
Page
Seite 167 (sequence 25)
Language
German
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war Jubel und Freude wie am Purim; man pries und benedeite und verherrlichte den Gott, der seinen Verehrern seine wohltätige Gnade verliehen und dir fromme Herrin und Königin Maria Theresia aus der Hand aller Feinde, die gegen sie aufgestanden, gerettet, die Bewohner der Stadt und unserer Gemeinden wie auch.., alle die in dem Reiche der Königin, ihr Glanz hebe sich, zerstreuten jüdischen Ge- ' meinden gerettet hat. deshalb habe ich auch zum Andenken alle diese Dinge uieher-A geschrieben, daß man Mittwoch am 6. Debet 1743 besonders froh sei und Gottes, Lob erzähle für das große Wunder, daß er uns ans dem Dunkel zum Lichte und aus dem Tode zum Leben geführt hat. Wenn dieses Wunder nicht außerhalb des heil. Landes geschehen wäre, so daß man darüber keinen besonderen Gesangs anstimmt, wäre es würdig gelvesen, daß inan darüber den großen Lobgesang Vorträge. Jeder aber, der diese Worte liest, soll Gott Preis und Dank zollen und daraus, lernen, wegzuziehen und auszuwandern aus einer Provinz, geschweige denn aus einem Orte, wo Krieg ist. Es braucht nicht gesagt zu werden, daß, wenn eine zweifelhafte Vermutung vorhanden ist, der Ort in enge Belagerung --komiue»^ — es seine Schonung und Heil, — man mit den Hausleuten ohne Verzug U»d> Aufschub wegziehen, denn sonst ist man bei den unbeschreiblichen vielen Gefahr«., und Besorgnissen zu jeder Stunde und jedem Augenblicke selbst Ursache seines Todes und auf ein Wunder darf man sich nicht verlassen. So haben schon unsere Welfe»> gesegneten Andenkens gesagt: bei der Gefangenschaft ist alles vereinigt. i Es bete jeder für das Leben unserer frommen Herrin und Königin Maria Theresia, ihren Gemahl, den Großherzog aus dem Königsgeschlechte der Lothringer und bereit 5- Kinder, ihr Glanz hebe, daß sie lange in ihrer Regierung lebe, sie wie ihre Kinder und das ganze Haus Österreich, sein Glanz hebe sich, in Ewigkeit. In ihren und unseren Tagen möge Juda erlöst werden, Israel sicher wohnen und nach Zion der^ Erlöser kommen. Amen, so sei sein Wille. Zweiter Teil des Buches „Leidensbrief" ... * worin dargestellt wird die Wucht iuiZ Gewalt des Krieges zwischen dem böhmischungarischen Reiche und seinem Erzfreunde Polen und dem preußischen.Staate, dank 1 die zweimalige Eroberung des volkreichen Prag und was den Angehörigen unser« 1 Gemeinde, die vormals eine Metropole Israels gewesen war, so daß keine Stadt sie an Wissenschaft und Würde überragte, getroffen hat. wie siemun von hohe» Z Söller in eine tiefe Grube gefallen durch verschiedene Abgaben nnd^ine Beute d« 1 Plünderer geworden. Viele Fromme und Gott heilige Männer wurden zur Heiki- | gung seines gelobten Namens erschlagen. Die letzte Vernichtung war aber die i schwerste da sie, einmal vertrieben, auswanderten; damals schwand aus ihr aller Gkutz an Weisen der Hochschulen, an Frommen, Predigern, Verwaltern und FührerrrH Reichen und Vornehmen, Armen und Dürftigen. Wie sitzt sie nun einsam diffW Stadt, reich an Volk, reich an Wissen, und ist übrig wie eine Hütte im Wein^^/D

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