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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1903-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1903) · p. Seite 158

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
23 (1903)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1903)
Date
1903-07-01
Page
Seite 158 (sequence 16)
Language
German
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geläutert sein. Spa soll moralischen Erke die intellektuelle Vervollkommnung der nntnis zu Hilfe kommen. Es ist notwendig das Böse zu kennen und sich demselben entgegeuzustelleu in der starken Erkenntnis, daß „Nichts dem Willen standhalten kann", das heißt, dem Willen, der die Möglichkeit erkennt. Denn schon an sich ist der Wille eine starke Macht, welche als innere Kraft unzählige Hindernisse, das heißt viele äußere Kräfte, überwältigen kann. Wenn es eine wahre Freiheit gibt, so ist die Freiheit der Erkenntnis, weil die Erkenntnis, im Gegensatz zu unseren übrigen Neigungen und Taten, durch Ursachen, die in der Eigenheit unseres Innern, in unserer persönlichen Individualität und nicht nur außer ihr liigen, bedingt ist. Auch die Erkenntnis ist nicht ganz frei, da sie durch Ursachen bedingt ist; (die Kette von Ursache und Wirkung, die kein Ende hat) aber da sie! in unserer inner» Seele entsteht, kann man sie als das - Resultat innerer Ursache^, welche in den natürlichen und prinzipiellen Unterschieden ' zwischen den individuellen Eigenheiten der einen Person zu den der andern begründet _ sind, betrachten. In di esem Sinne kann man die Erkenntnis als frei betrachten /lind sie für hohe Ideale, für das sein sollende Gute, erziehen und fähig machen. Dieses Sein- Solle ade, wenn es eine der innern Erkenntnis des Menschen eingeprägte Kraft wird', wird es die Quantität des Mögliche n vergrößern und das innere Bedürfnis wird das wahre Vermögen erstärken. So wird die moralische Erkenntnis, die auf eine spekulative Weltanschauung gegründet ist die Grundlage des tätigen- Lebens, d. h. sie wird zu einer den Menschen drängenden und zwingenden Kraft sinne inneren Ideale ans dem Lebensmarkt zur Realisierung zu bringen. Nur durch eine gleichzeitige spekulative und moralische Erkenntnis ist die Entstehung einer großen Tat möglich. Denn nur das, was den ganzen Geist des Menschen ansfüllt wird zu einer wirkenden und lebenden Kraft, welche Felsen von ihrem Berge verrückt. Jede große Veränderung im Bestehenden verlangt gewaltige Opfer und in etwas, das ihm wie seil wurde und das ist — dringt in das was ist, strebt, was sein soll — Geschichtliches Unter dem Titel larer Erkenntnis Opfer bringen, kann der Mensch nur für e Seele teuer ist, das zu einem Teile seines innern Wesens die Vereinigung der intellektuellen Erkenntnis, welche einmit der moralischen Forderung, die unaufhörlich zu dem zum Ideal. über die Mainzer jüdische Gemeinde. „Bilder ans der Vergangenheit der jüdischen Gemeinde in Mainz" hat Herr Rabbiner vr. Salfeld zur Erinnerung a» die fünfzigjährige Wiederkehr des Einwei hungstages (11. März 1853) der Hauptsynagoge eine recht lehrreiche Festgabe erscheinen lassen, die als Vorläufer einer größeren wissenschaftlichen Arbeit „Beiträg« zur Geschichte der Juden im Erzbistum Mainz" zu be-

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