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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1903-06-01 · Heft 6 (1.6.1903) · p. Seite 131

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
23 (1903)
Issue
Heft 6 (1.6.1903)
Date
1903-06-01
Page
Seite 131 (sequence 14)
Language
German
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131 werden Das Bedenken der Unaussührbarkeit der Anregung teilt er nicht, da die erforderliche Abonnentenzahl leicht zu erreichen sei. Mit der neugegründeten Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums werde die Idee nicht kollidieren da sich die erwähnte Gesellschaft in ihren Schriften naturgemäß nur an die Gelehrten wenden müsse, während durch da§ Projekt die Popularisierung der' jüdischen Wissenschaft erstrebt werde. Die Schaffung einer Art Kolportage sei eine unbedingte Notwendigkeit, um den Erzeugnissen der jüdischen Literatur einen Leserkreis zu schaffen. Referent bittet zum Schluß seiner Ausführungen, eine Kommission zu wählen, um das Projekt nach der literarischen und materiellen Seite in Erwägung zu ziehen. Ein Antrag Spiowkowski, der Jugendliteratur Aufmerksamkeit zu schenken, wird in die lange Debatte mit einbezogen. Gegen die Ausführungen Dr. Bernfelds, daß die Ideen der neuen Organisation und der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums die gleichen, wendet sich Dr. Karpeles, welcher die wissentschaftliche Konkurrenz bestreitet, eine ideale Konkurrenz jedoch zugibt, und bittet mit der Anregung noch bis zur Konsolidierung der Gesellschaft zu warten. Herr Hühnlein wünscht die Ernennung einer fünfgliedrigen Kommission, welche zur Ausführung der Idee mit der Gesellschaft Fühlung nimmt, damit letztere zu Erstrebende als eigenen Zweig ihrer Tätigkeit zur Ausführung bringe. Herr Klausner glaubt, daß gegen den Vorschag, eine Kommission zu ernennen, nichts eingeweudet werden könne; die Kommission werde erst nach der Aufbringung des erforderlichen Kapitals etwas tun können. Rabb- Dr. Eschelbacher betont das bruigeube Bedürfnis nach einer Volks- und Jugendliteratur; aus alten Jahrgängen jüdischer Zeitungen, aus alten Kalendern ließen sich vorzügliche Erzählungen zusammenstellen, welche für ein paar Jahre Material bilden und zum Muster für andere Jugendschriftsteller dienen würden. Herr Willibald Loewenthal bittet dringend den Verband, von geschäftlichen Unternehmungen sich fern zu halten. Die Idee sei nur ausführbar, wenn ein tüchtiger Buchhändler zur Leitung des Unternehmens gewonnen würde. Der Referent ist mit der Uebergabe der Ausführung an einen Buchhändler vollständig einverstanden. Die Wahl der Kommision wurde einstimmig genehmigt und in dieselbe die Herren Dr. Karpeles, Klausner, Katz, Bambus und Dr. Eschelbacher gewählt. Die Konferenz hat sich alsdann noch mit den bis zum Schluß znrückgestellten Berliner Anträgen zu befassen. In mehrfach erregter Debatte wurde gegen die Verbindung -der drei Anträge protestiert und ihre Eiuzelberatung deshalb beschlossen. Der bereits im Berliner Literaturverein angenommene Antrag Willibald Loewenthal: „Die Generalversammlung beschließt, eine kurz gefaßte Schrift von ca. drei Bogen herauszugeben, in welcher die im Neuen Testament enthaltenen Lehrsätze den entsprechenden Quellen aus dem jüdischen Schrifttum gegenübergestellt werden. Den Verbandsvereinen sind Exemplare für jedes ihrer Mitglieder zur Verfügung zu stellen", wird ebenfalls genehmigt und die Abfassung der Schrift den Herren Prediger Dr. Levin und Dozent Dr. Elbogen übertragen. Ein Antrag

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