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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1903-06-01 · Heft 6 (1.6.1903) · p. Seite 128

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
23 (1903)
Issue
Heft 6 (1.6.1903)
Date
1903-06-01
Page
Seite 128 (sequence 11)
Language
German
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128 dem hier befindlichen Verein die größte Subvention zucrkannt habe, welche bisher zu diesem Zwecke gegeben worden sei. Dr. Karpeles gibt alsdann in Verbindung mit dem ersten Punkt der Tagesordnung :„Wasbietet der Verband den Vereinen?,, in längerer Ausführung den Bericht des geschäftsführenden Ausschusses. Hiernach bestehen jetzt l|73 Liteeaturvereine in Deutschland von Memel bis Metz, unter ihnen Vereine, welche mehr als 600 Mitglieder zählen. Berlin sogar 740 Mitglieder. Das Hauptaugenmerk sei ans die kleinen Vereine zu richten, die häufig der einzige Sammelpunkt für die Gemeindemitglieder seien. Mehr als 15 000 Mitglieder zählen alle.Literaturvereine, die größte Organisation^ unter den deutschen Inden. Mehr als die Hälfte der Vereine habe der Verband mitbegründet, fast kein einziger Verein sei entstanden, bei welchem nicht mindestens der Verband Pate gestanden hätte. Tief bedauerlich sei es. daß trotz eifrigster zehnjähriger Arbeit es noch nicht gelungen sei, in Posen, Dresden, Krefeld und anderen Orten einen Verein zu begründen. Die positiven Leistungen d?s Verbandes seien die Gründung neuer Vereine, die Verteilung von Schriften, die Erteilung von Auskünften. Redner erinnert an das Luzzatto-Gedenkbuch, ferner an die Schriften von Berliner, Strack u. a . welche namentlich den ärmeren Vereinen zugewendet werden konnten; mit besonderer Genugtuung weift er auf das Jahrbuch mit seinen vielen für die Wissenschaft des Judentums grundlegenden Aufsätzen hin, das in diesem Jahre in 5300 Exemplaren gedruckt imb völlig vergriffen ist: die Auflage des nächsten Jahres soll 6000 betragen, eine Höhe der Auflage, welche noch keine einzige jüdische Schrift in neuerer Zeit erlebt habe. In allen Fällen fei ferner den kleinen Vereinen auf Anfrage das erforderliche Material zu Borträgen in oft sehr schwerer und mühseliger Arbeit zusammengestellt worden. Die Verleihung von Büchern habe bedauerlicherweise eine Einschränkung erfahren müssen, da häufig nur nach wiederholten energischen Mahnungen die Bücher zurückgegeben worden seien. Mit Hilfe des Wanderrednerfonds sei in einem Jahre die Provinz Brandenburg in Angriff genommen worden; dort seien diesem Winter sei ein land geschickt worden. Ost-und Westpreußen. 14 Vortage gehalten worden. In Redner in die Provinz Posen, ein Redner nach Westdeutsch- Ueberall habe man das größte Entgegenkommen gefunden. Die Mängel des Verbandes kenne niemand besser als die Verbandsleitung selbst, doch wie sollten die Verfügung stehen? Verband vieles leisten; Leistungen bessere sein, wenn dem Verbände keine Mittel zur speziell nach der Richtung der Provinzialverbände könnte der noch fehlen zu den bereits gegründeten (2 westfälische. 2 in Posen, 1 in Thüringen, l in Birkenseld) ein Verband in Schlesien, in der Rheinprovinz, in Erst diese Provinzialverbände könnten die Vorträge in zweckmäßigster Weise veranstalten, während alsdann der Zentralverband sein Augenmerk auf das Ganze richten der Literaturvereine sei Nehme die Teilnahme vnne. Von einem Erkalten des Interesses für die Bestrebungen, weder in Berlin noch auch auswärts etwas bemerkt worden, ab, so sei es in vielen Füllen Schuld der Leiter der Pereine

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