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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1904-04-01 · Heft 4 (1.4.1904) · p. Seite 83

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
23 (1903)
Issue
Heft 4 (1.4.1904)
Date
1904-04-01
Page
Seite 83 (sequence 13)
Language
German
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83 Beobachtungen und Kenntnis der einschlägigen mathematischen Grundgesetze. Es würde zu weit sichrer, wenn wir alle jene Gelehrten jüdischen Glaubens aufzählen wollten, die im früh An dieser Stelle w Rabbi Moses b e n Mittelalter die Kenntnis der Weltenschöpfung fördern halfen. Illen wir nur die naturwissenschaftlichen Lehren des großen aimu n betrachten, welcher zu seinen Lebzeiten und auch nach seinem Tode als einer der größten Gelehrten gefeiert wurde. Rabbi Rio Wanderleben vorzogen, rühmten Leibarzt des und starb als solcher Juden, Christen und M a i m o n i d genannt — hatte sich wandte Maimonides es ben Maimun, arabisch Abu Anmim Musa ben Xlainiuii ibn Abdallah cenannt, ward Ende März 1135 zu Cordoba einer angesehenen jüdischen Familie gewren. Bon seinem gelehrten Bater wurde er frühzeitig mit den Grundgesetzen der Mathematik und Physik bekannt gemacht, so daß er sehr bald den jüdischen Kalender genau zu berechnen im Stande war. Bon 1148 an führte die Familie Mrimun ein ruheloses Leben, weil die Alm oha den-Dynastie, Cordova herrschte, sich an der religiösen Unduldsamkeit und Beschränktheit andersgläubiger Fürsten des Abendlandes ein unrühmliches Beispiel nahm und ihre jüdi chen Untertanen hart bedrückte, so daß letztere ein unstätes Wir stnden Maimun nach wechselvollem Schicksale als be- Sultans zu Kairo wieder. Später wurde er daselbst Rabbiner am 13. Dezember 1204, hochgeehrt von Jung und Alt, von Mohamedanern. s — so ward R. Moses ben Maimun von seinen Schülern eine tiefe Belesenheit in den Meisterwerken altklassischer und arabischer Philosoph^ angeeignet. Cr galt als der beste Ausleger der Werke des im Mittelalter so hoch geschätzten Aristoteles. Seine eminente Belesenheit veru. a. zur Anfertigung einer recht brauchbaren Encyclopädie, („Führer der Irrenden") b - ^bm wechel unter dem Rchmen .,Moruh ha kannt ist?) Dieses größte! Werk des kairensischen Rabbiners — aus 14' Büchern bestehend - sollte eigentlich ein streng wissenschaftliches Kompendium über den religiösen und rechtlichen Stoff der jüdischen Gesetzgebung darstellen. Indessen ließ der Universalgeist Mchmon's eine derartige Beschränkung nicht zu. So stnden sich besonders seine naturwissenschaftlichen Gedanken in dem Werke klar auseinander gesetzt. Schon die gelehrten Zeitgenossen Maimon's schätzten den „Führer der Irrenden" sehr hoch. Albertus Magnus, der berühmte christliche Encyclopädist, welcher einige Zeit nach Rambam blühte, schreibt von dem Werke des weisen Rabbi Maimonides in geradezu überschwänglichen Worten. Ungezählte Kommentarien sind- bis heute zu dieser Hauptarbeit Maimon's erschienen. Tie bedeutenderen derselben werden wir am Schlüsse dieser Abhandlung noch erwähnen. y) Eigentlich uamtte M. dies Werk: Palälat-alHamm. da er arabisch schrieb. Ins Hebräische übersetzte die Encyclopädie des Maimon zuerst Zamuel ibn Tibon [um 1200 n Ehr.)

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