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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1904-04-01 · Heft 4 (1.4.1904) · p. Seite 76

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
23 (1903)
Issue
Heft 4 (1.4.1904)
Date
1904-04-01
Page
Seite 76 (sequence 6)
Language
German
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76 keinen Gebrauch davon mack die Ölhandel trieben, erzähle ihn besuchenden Weisen betei Beza 29, Babli nitb Jerusch Einst kamen Fremde taten sich in der Stadt um, en. Dasselbe wird von den Genossen Abba Saul's, Als einst Abba Saul erkrankte, da konnte er den ern: „Diese Hand hat immer mit Redlichkeit gemessen." vorher ein Ouantuw Ort, vergaßen jedost sie aber nicht kamen bewahrte er besonds endlich die Fremder! die Scheune und sc S i m o n b. entdeckten dessen In ister einer dich jetzt nicht mehr/, sprachen Herr hat dir diesen Zeichen Rückgabe des Edelste nes an in den Ort, in dem R. Pinchas b. Jair wohnte. Sie um einen Erwerb zu suchen, gaben aber dem Rabbi Gerste zur Aufbewahrung. Sie verließen bald wieder den ihre Gerste abzuhvleu. Der Rabbi wartete und wartete; da nahm ,rr die Frucht und säete sie aus. Den Ertrag aber s auf. Als die Fremden sich" noch immer nicht sehen ließen, wiederholte er dass^be Verfuhren, und so jedes Jahr. Nach sieben Jahren kamen und ver angten ihre Gerste. Erfreut führte sie der Rabbi in i]|te: Hier habt ihr euer Eigentum! (Debar. Rabb. 3.) Schetstch .kaufte einst einen Esel von einem Araber. Da kostbaren Edelstein am Halse des Tieres. Du wirst sie zum Meister, mühselig ernähren müssen, denn der chatz gefügt. 2Biv> meint ihr, entgegnete entrüstet der Rabbi, Simon b. Schetach sei ein Barbar? Und schleunigst veranlaßte er die den Heiden. Dreier aber rief aus.- Gepriesen sei der Gott der Juden! <Das. u. Jerusch. Mez. II.) ■ Ähnliches erzählt R Weizen gekauft und Folgendes ate charak Ehanina von Einem, der von Heiden einen Haufen darin ein Bündel von Denaren gesunde». Als er das Geld zurückerstattete, riefest hie Heidin aus: Gepriesen sei der Gott der Juden! (Jerusch, das.) erisiert die reine Moralität, die man mit solcher Handlungsweise verband. Ein Rabbi N-gmens Samuel b. Susarti kam nach einer heidnischen Stadt und fand ein kostbares Geschmeide. Da hörte er ansrnfen: Die Fürstin hat einen kostbaren Schmuck verloren. Wer ihn innerhalb der nächsten 30 Tage bringt, erhält eine Belohnung, bei wem! er aber «nach dieser Frist gefunden wird, wird geköpft. Ter Rabbi ließ mit Absicht 30 Tage verstreichen, uni dann erst das Gefundene zu erstatten- „Warst du( nicht in der Stadt gewesen?" fuhr ihn die Fürstin an. — „Ja wohl, ich war jn der Sfadt." „Hast du nicht den Ausrufer gehört." „Ick habe ihn gehört." „Warum älso hast du deinen Fund nickt früher zurückgebracht?" „Damit du nicht meinest, ich tue es nicht aus Pflichtgefühl, sondern auch Furcht oder Gewinnsucht." Da spfach die H Erinnern wir uns, ui. Römer zu jenes Zeit! — dem )eidin: Gepriesen sei der Gott der Juden! (Jerusch, das/ Hochg., der skrupellosen Gewalttätigkeit, mit der die es ist die Zeit der Römerherrschaft — in Judäa und anderwärts gegest fremdes Eigentum vorgegangen, und wir werden diese Verherrlichung des jüdischen Glaubens im Munde der Heiden begreifen. Es war

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