Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 23 (1903)
- Issue
- Heft 3 (1.3.1903)
- Date
- 1903-03-01
- Page
- Seite 62 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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62 wohl ist, wenn es Jedem lehrte' bald, daß nur de vollem, dankbarem Herzen be; unserer Gesellschaft an diesem, jährigen Stiftungsfeier der ©e durch ihre Gegenwart beehrt Königlichen Staatsregi:rung un war die Gesellschaft „Humanitä wohl geht!" Das war das Ideal, aber das Leben en' am nächsten liegenden Berhältnissen Rechnung getragen werden konnte. Deshalb bleibe t uns aber doch die Ideale unserer Vorfahren. Aus rüße ich denn im Namen des Verwaltungsrates n unseren Kreisen denkwürdigen Tage der hundertllschaft der Humanität in Kassel alle, welche uns jaben In erster Reihe die Herren Vertreter der der Stadt Kassel. Durch hundert Jahre hindurch eifrigst bestrebt, durch Wohltun, durch Erziehung, durch Förderung und Unterstü mng von Talenten Idealen zu leben, der bürgerlichen Gesellschaft tüchtige und von Handwerkern, Technikern, £ der hundert Jahre ausgebildet Zeit hat unsere Gesellschaft itl überziehen sehen, wie hgt Errichtet unter die schwere Kriegszeit' Schicksalen unserer Gesellschaft. Lucius Liffmann, gelten zu brauchbare Menschen zuzuführen. Eine lange Reihe hrern, Gelehrten und Künstlern haben wir während oder tatkräftig gefördert. Welch' eine ereignisvolle den hundert Jahren ihres Bestehens an sich vorsie des Lebens Schicksal an sich selber erfahren müssen! der Regierung des Landgrafen Wilhelm IX. spiegelte sich erjicn Jahrzehnts-des 19. Jahrhunderts auch in den Ihr erster Direktor war der Arzt und Philosoph Kassel 1772, gestorben 1803. In den Satzungen,!)es welche Liffmann redigierte, bezeichnte er als Hauptzweck der Hnmanitätsgesellschaft die gegenseitige Veredelung edle Handlungen, als Nebenzweck die Wohltätigkeit. In den Kriegsjahren ruhte die Arbeit der Gesellschaft im Inneren und nach t erneutem Eifer wieder ausgenommen. Im Jahre noch heute gültigen Satzungen, an deren Stelle ihres Bestehens die Gesellschaft „Humanität" res Außen, wurde jedoch 1813 n| 1827 erhielt die Gese llschaft mit Vollendung des 100. Jal wiederum neue Satzungen angenommen hat, deren 8 l im Auszug lautet: Der Zweck der Gesellschaft ist die Vorbereitung, Erziehung und Ausbildung bedürftiger israelitischer Knaben rnd Jünglinge, zunächst aus dem Regierungsbezirke Kassel. Sie tritt dieserhalb mit wohltätigen Personen unb Anstalten in Verbindung, sorgt für Aufnahme unbemiftelter Knaben in die Handwerkslehre und übernimmt ganz oder teilweise die Zahlung deß Lehrgeldes; tauglichen Jünglingen, welche sich dem Lehrfache oder einer .Wissenschaft widmen wollen, gewährt sie nach Maßgabe ihrer Mittel Beihülfen Gesellschaft viele als Menschen und als Bürger Mit einem Rückblicke auf die segensreiche Tätigkeit 3\)2 schloß Herr Fiorino seine Ausführungen, aus denen noch besonders iisterejsieren dürste, daß von einem nicht genannt sein wollenden Freund der „Humanität" 60(0 Mark anläßlich der 100jährigen Stiftungsfeier dtr Bedingung, daß aus den Zinsen alljährlich arme, Handwerker aus der Provinz Hessen-Nassau unter- Zum Vorjstand hat die bedeutende Männer gehabt, der Gesellschaft im Jahre 19 übersandt wanden sind alte oder invalide israelitische mit