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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1903-03-01 · Heft 3 (1.3.1903) · p. Seite 52

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
23 (1903)
Issue
Heft 3 (1.3.1903)
Date
1903-03-01
Page
Seite 52 (sequence 6)
Language
German
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52 aufgefaßt; aber es gibt Heißsporne, wir in diesen oft/ ganz unwesentlich uns haben, die d^u Ausdruck „den wörtlich nehmen, die die Thora ver, Gott hat gar nichts gesprochen"; üni sie so manche veraltete L^erordnun, Judentum erliegt /unter dieser Last und seine Klarheit! verliert, wenn ‘ Es gibt ein einfaihes Mitte! göttlich ist oder Ulcht. Sind sie gö vergangener Zeitep, sondern die uns: „Hier redet der Geist Gottes Sprüchen nicht bestgen, so werden dieser Satzung beti Ruf Gottes zu Mittelalter wurde en Zweck, als den Schon im habe keinen ander rechten Weg zu bringen1),! dann aber helfen. Ja selbst, wenn wir ein Geb Gebot Gottes betrachten, so ist dami für alle Zeiten gelten soll. Es ist änderlich ist, sp sind es auch seine pulver verschreibt, Wahnsinn, weil wir die Tagen die Arznei so tut schriften ganz wegsallen, wenn die Der Prophet verkindet den er >u Gesetze, die nicht tzut sind und Satzli sonderbares Wort! Man wäre v> Bürde einer vermeintlichen göttlichen obachtung einer Anzahl ilberkommer Dasein so einengeh, daß es nahezu der wird zugeben,! daß es fast unmöj oder auch nur das Gebetgesetz mit mit der es umgeben worden ist Diesen Strenßfrommm gleicht all einen Anstoß gibt uftd auf dem Bgl. z. B hie Einlei die es sich und andern e inreden möchten, daß >en Verordnungen göttliche Offenbarungen vor Moseh vom Sinai gewordene Satzung" kraß gewaltigen, die sagen: ..So hat Gott geredet, und den Preis der schlimmsten Täuschung möchten aufrecht halten. Wer merkt nicht, daß das altehrwürdigen Staubes, daß es seinen Glanz heilige Rost nicht entfernt wird! um zu erkennen, ob eine Lehre oder ein Gebot örtlich, so bedürfen sie gar nicht des Zeugnisses mme unserer Vernunft, unseres Herzens sagt; so aber Vernunft und Gewissen sich diesen hoch so alte Pergamente uns nicht bereden, in erkennen. de Sti er dies dp Vorschrift zu nehmen; und ung Aaadia-> die Ansicht ausgesprochen: Die heilige Schrift eines Lehrmeisters, um die Vernunft auf deu muß diese auch in religiösen Dingen sich selbst t, das uns aus alter Zeit überliefert wird, als t noch keineswegs gesagt, daß^s unabänderlich ein sonderbarer Trugschluß: weil Gott unabbote. Wenn ein Arzt einem Kranken Fieberch nur für die Dauer der Krankheit; es wäre des Arztes für gut halten, auch in gesunden o können denn auch die an sich weisesten Vorrhältnisse sich ändern oder ganz andere werden. Israeliten im Namen Gottes: „Ich gebe ihnen ngen, bei denen sie nicht leben können"^). Ein cht, es auf diejenigen zu beziehen, die die Satzung trugen und tragen und sich durch Ben, oft geradezu .abergläubischer Bräuche das unerträglich wird. Wer unseren Ritus kennt, Aich ist, das Sabbatgesetz oder das Speisegesetz all der minutiösen Genauigkeit zu beobachten, hfe Lebensbahn einem Wege, auf dem es überall bei der größten Vorsicht dennoch strauchelt. zu seiner arabischen Bibelübersetzung. — 2) Ez. 20ss.

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