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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1903-02-01 · Heft 2 (1.2.1903) · p. Seite 40

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
23 (1903)
Issue
Heft 2 (1.2.1903)
Date
1903-02-01
Page
Seite 40 (sequence 18)
Language
German
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— 40 — | . , i gab sie ihren biblischen ^Reklamationen einen ergreifenden Abschluß. Jr?fte Triesch zeigte sich in dieser Borlesung als große Künstlerin und der Erfolg war ein bedeutender. — Der Frcmkfurter Verein zur Erforschung jüdischer Altertümer hat dem Vorstande zur Erforschung jüdischer Altertümer in Friedberg einen Betrag von 1500 Mk. übersandt, welche für bie Renovierung des Judenbades (Römerbad) verwendet werden soll. Ebenso hat auch zu gleiches Zwecke die hessische Regierung der betreffenden Gemeindje 2500 Ml. zur Verfügung gestellt und der dortige Stadtvorstand in seiner letzten! Sitzung ebenfalls einen namhaften Betrag bewilligt Die Renovierungsarbeiten werden durch Herrn Kirchestbaumeister Kratz in sach' und kunstverständiger Weise geleitet und sind soweit vorgeschritten, daß im nächsten Frühjahr mit dem über dem Bade zu errichtenden Hanse begonnen werden kann. — Man berichtet uns: Am 24. Dezember abestds sahd in der „Jüdischen Arbeiterkolonie" in Weißensee eine Chanukkafeier statt, die äuf alle Teilnehmer, insbesondere auf die Insassen des Hauses, eilte i erhebenden Eindruck machte. Nachdem das Minchahgebet gesprochen war, entzündete eiitier der älteren Jnsaßen unter den üblichen Segenssprüchen das ChannkkaUcht au>' dem prächtigen Chanukkaleuchter, den Herr Bach der Anstalt gespendet hatte. Darauf ergriff der Leiter der gottesdienstlichen Funktionen an der Anstalt, Herr Mpses, daß Wort, um auf die Bedeutung des Chanukkafestes hinzuweisen. Nach ejnem kurzen Überblick über die geschichtlichen Ereignisse, die dem Feste zu Grunde liegen, wies er darauf hin, daß, wie Gottes Macht und seine unendliche Liebe it der Geschichte der Makkabäer sichtbar zum Ausdruck kommt, sie sich auch im Leben des einzelnen zeige; wie gerade in der Stunde der Gefahr, wo der Mensch den Akut sinken läßt und keine Rettung mehr zu erhoffen wagt, Gott seine schützet de Hand ausbieite. „Das Chanukkaticht". so schloß der Redner, „ist. für alle, die wir in dieserp Gotteshause versammelt sind, moch von besonderer Bedeutung, denn er lenkt mifehi Blick auf das ferne Elternhaus nnd ruft das Gedenken wach an unsere > Lieben und Teuren, zu denen unsere Dankbarkeit nie erlischt. Unit gerade die Tsankbarkeit gegen unsere Lieben nnd die hochherzigen Wohltäter, Förderer und Gpnner unserer Anstalt festigt uns in dem Bestreben, an dieser Stätte der Arbeit zu süchtigen und wackeren Gliedern der menschlichen Gesellschaft zu werken. Das Mmmw-Gebet beschloß die erhebende Feier. Die feiertägliche Stimmung durch das ihnen gebotene. Festmahl, gebigkeit des Herrn I. Lindenberger. überweisen. Anstalt liegt, die einer üstmer lebha aller Insassen der Anstalt wurde noch erhöht das besonders! opulent ausfiel, dank der Frei- Diesel Gönner der Anstalt, welcher ihr schon zum Pessach, wie zum Rhsch Hoschaiiah-Feste je 300 Pfund Fische gespendet hatte, ließ es sich nicht nehmen, ihr zum Lichtfeste wieder ein großes Quantum Fische zu Die Anerkennung, welche hierin auch für das erfolgreiche Streben der teren Teilnahme zu einem stetig wachsenden Wohlwollen auf allen Seiten begegnet, hat sie durih ihr segensreiches Wirken vollauf verdient. Was sie in der kurzen Zeit ihres Bestehens bereits zu leisten ver-

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