Mannheim
Compact Memory

Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1903-01-01 · Heft 1 (1.1.1903) · p. Seite 18

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
23 (1903)
Issue
Heft 1 (1.1.1903)
Date
1903-01-01
Page
Seite 18 (sequence 20)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2969669-2969975-2969977--6811-2977476
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

18 und seine Tochter verkehrten, dn feierten Königin täuschen^ ähnlich Diese Entdeckung selbst zu Ohren kam. And sie einen fabelhaft glänzenden Einzug in Paris, von ihrer Partei in Schweden besser von Statten zurückzugewinnev. 1656 hielt sie wo aus die Conspiratiosten mit gehen konnten. Ganz Paris bildete bei diesem Einzuge Spalier, denn Jeder wollte die! Königin sehen, von der so viel R omantisches erzählt wurde. Bei dieser Gelegenheit machte man in dem Kreise, in welchem Aron Lewi interessante Entdeckung, daß Dinah dieser so gesei. drang ikt immer weitere Kreise, bis sie auch der Königin wollte ihre Doppelgängerin gern kennen lernen. Christine war eine Juden'reundin, sie verstand hebräisch, sie korrespondierte mit Menasseh ben Israel, der widmete, ihr seinen „Conciliador" Dinah war endl ch in S Hotels abgestiegen. „Madame", injftruirte als ob ^hätigkeit. Ihr müßt Euch stellen, stoch müßt Ihr Euch bisweilen an ihr ein Krönungsgedicht in hebräischer Sprache worin die scheinbaren Widersprüche in der Bibel gelöst werden, schickte, und ihre Bibliotek mit hebräischen Büchern versorgte. Sie lud also Aron Lewi und seine Tächter zu sich. Auf die Aehnlichleit dieses Mädchens mit ihr baute nun Christine einen Plan, den Thron Schwedens zucückzugelyinnen. Ihre Doppelgängerin sollte an ihrer statt in Begleitung des Grafen Skölokester heimlich nach Stockholm reisen. Vater und Tochter wRrden für dieses gewagte Unternehmen gewonnen durch das Versprechen Christines, daß sie Schweden hen Juden öffnen werde, sobald sie wieder den Thron einnehmen würde. Aron Lewil und Dinah glaubten das Interesse des Judentums sei jedes Opfer wert.! Aron Lewi segnete seine Dichter ustd Dinah blieb am Hofe zurück. I Die Königin selbst schmüöte das zitternde Mädchen mit reichen Kleidern und ihren Juwelen. Hierauf begannen die! Verhaltungsmaßregeln, i Kaum war die Metamorphose beendet, so trat ein Greis in reicher Uniform jeiit, ließ sich vor Dinah auf ein Knie nieder und küßte deren Hand. Ein schattendes Gelächter der Königin ließ ihm seinen Mißgriff einsehen und sich zu dieser wenderd,, sprach er: „Sie haben mich überlistet, Majestät, indessen ist dies eine güte Vorbedeutung, denn so wie ich, wird wohl jeder Schwede glauben, seine geliebte Königin in dem Mädchen zu sehen." Wenige Stunden darauf rollte best Wagen mit der falschen Königin zum Schlosse von Fontainebleliu hinaus. Christine aber verbarg sich mit Monaldeschi im Hause Aron Lewi-s in Parss und erwartete ängstlich den Erfolg ihres Unternehmens. ockholm eingetroffen und in!einem der besten sie jetzt Skolokester, „jetzt beginnt Eure Ihr Euch zu verbergest suchtet und denden Feststern zeigen."

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.