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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1894-07-01 · Heft 7 (1.7.1894) · p. Seite 159

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
14 (1894)
Issue
Heft 7 (1.7.1894)
Date
1894-07-01
Page
Seite 159 (sequence 15)
Language
German
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■ . ■'; ' — 150 -- . .; : - - / Zum Schlüsse finde hier noch eine Stelle Ev. Hartmann's Urteil. „Das Judentum in Gegenwart und Zukunft," Leipzig und Berlin 1886 S. 162). »So - lieferte der portugiesische Jude Spinoza in den protestantischen Niederlanden diex .. Synthese zwischen dem Cartesianismus und dem Pantheismus Brunos und .verband diese mit der Scholastik seiner spanischen Vorgänger." Die SieMmg der Iran bei den Juden. Bortrag, gehakten vor dem Jüdischen Kongreß in Chicago, ' von Dr. Max Landsberg (überscht von Dr. F. Mjchel). ' : . ' <Schluß.) - . Während somit die Anerkennung des Adels der Frau und ihres Anspruchs auf zarte Behandlung und Hochachtung zu jeder Zeit ein charakteristischer Zug bei den Juden'aller Klassen und aller Länder blieb, übte andrerseits die eigentümliche Stellung, die ihnen bezüglich religiöser Funktionen zugcwiesen war, so niedrig sie auch in der Theorie sein mochte, keineswegs einen erniedrigenden Einfluß auf ihr geistiges Leben ans. Vielmehr hatte dies unzweifelhaft gerade die entgegengesetzte Wirkung. ' . , Ausgeschlossen von dem größten Teil der so weit ausgebildeten religiösen Ceremonien und befreit von der Ausübung jener mannigfaltigen Pflichten, welche' den Juden den ihnen eigentümlichen orientalischen Anstrich verleihen, war die - jüdische Frau völlig geschützt gegen die Gefahren jenes Formelwesens, welches unter seiner Last so leicht alles religiöse Gefühl erstickt. Sie wurde dadurch veranlaßt,' ihre Anstrengungen auf die wesentliche Seite der Religion zu vereinigen, auf das, was in gleicher Weise das wal>re Ziel und ^der wahre Zweck aller Religionen ist, unabhängig von Sekte oder Konfession. Sie blieb die Vertreterin und Pflegerin des Idealismus und jenes echten Prophetengeistes, der-darnach strebt, den Glanz des Judentnms. zu erhöhen und zugleich die Verbrüderung der gesamten Menschheit ihrer Verwirklichung näher zu bringen. So erklärt sich auch die besonders erhabene und ideale Stellung des weiblichen Geschlechts bei den Juden. Ebenso weit -entfernt von der ungesunden Anbetung : des feudalen Rittertums, welches die Frau zum Gegenstände einer kindischen Vergötterung machte, als von den extremen Ansichten derjenigen, welche, nach/ Frauenrechten schreiend, alle natürlichen Unterschiede zwischen den beiden Geschlechtern zu verwischen streben, haben die Juden zu alle» Zeiten und an allen Orten/die hohe Bedeutung des: Wirkens der Frau für die höchsten Güter anerkannt, für den Gewinn wahrer Freiheit und die Bewahrung des religiösen Sinnes/ Dies wird bezeugtdurch die - gesamte Geschichte und Litteratur der Juden; Haggadisten und. Prediger werden

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