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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1894-06-01 · Heft 6 (1.6.1894) · p. Seite 142

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
14 (1894)
Issue
Heft 6 (1.6.1894)
Date
1894-06-01
Page
Seite 142 (sequence 22)
Language
German
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142 rüber, welcher große» Arbeit und Mühe, welcher Ausdauer und Energie es. bedurft hat, um diese imposante Ausführung vorzubereiten und in's Werk zu setzen. Die neue musikalische Herkulesarbeit hat ein begeisterter und bescheidener Dirigent, Wilhelm Bergner, dem alle musikälistheu Kräfte Riga's willig Gefolgschaft leisten, zu Stande zu bringen vermocht. Das Publikum folgte mit rauschendem Beifall, der sieh nach jedem Bilde wiederholte und um so lebhafter wurde, je mehr sich die Musikfreunde davon überzeugten, daß dem großen Ullternehmen ein erfreuliches Gelingen beschieden war. Ten Eindruck, den die gewaltige, ernste und stimmungsticfe Musik hervorbrachte, war nach dem „Rigaer Tageblatt" sehr bedeutend. — Der Vorstand der Spnagogengemeinde Königsberg und das Repräsentantenkvlleginm derselben hielten jüngst »»«er dem Vorsitz des Herrn Pvsessvr Samuel gemeinsani eine Sitzung ab, in welcher der Beschluß gefaßt wurde, den Bau der Snnagvge ans dem vor mehr als Jahresfrist dazu erworbenen Terrain auf den Lindenmarkt in Angriff n'ehmen zu hassen. Den Architekten Creiner und Wolffenstein in Berlin, deren Entwurf bekanntlich bei der in, Februar vorige» Jahres siattgefnndenen 'Evnknrreisz mit dem ersten Preise gekrönt wurde, ist der Ban kontraktlich übertragen und dazu eine Summe von 540000 Mk. bewilligt worden. Tie oberste Leitung der; Ballführung ist in die Hände des Regierungs- und Banrats S. Lanner gelegt. Mit den! Ban dürfte schon in nächster Zeit begonnen werden. — Jil der großen Landesausstellung, die am 15. Mai in Lemberg eröffnet wird, sollen auch in der historischen Abteilung Gegenstände aus dem synagvgalen Leben der Inden ihren Platz finden. Bereits haben 19 Gemeinden ihre Beteiligung angemeldet und der Rabbiner Herr Dr. I. Caro ist für diesen Zweck zum Mitglied der AnsstellungSkominissivst ernannt tvorden. — Herr Stibin Balabreque der lustige Verfasser so vieler fröhlicher Schwänke, arbeitet zur Zeit an einem ernsten Sittenstück, das den Titel ..I,es juit's" führt und das er auf direkte Bestelliing für einen amerikanischen Direktor schreibt. Im Mittelpunkt der Handlung steht eine Mischehe und Valabröqne soll sehr heftig gegen die Sittenverderbnis und gegen die Religionslosigkeit unserer Tage zu Felde ziehen. — Die Hymne von Delphi, lvelche, nachdem sie 200>> Jahre verloren war, aufgefunden wurde ist von M. Theodore Rcinach in Paris in moderne Mieten ningesetzt worden, nach Angaben 'des gelehrten Hellenisten M. Weill, Mitglied des Institut de Franee. — Jüngst ist von dem Bankier Rothschild in London eines der seltensten hebräischen Denkmäler an die Synagoge in Petersburg gesandt worden. Ter Bankier schickte nämlich als Geschenk eine große silberne Tafel mit symbolischen Darstellungen. Die ganze Tafel ist mit Saphiren, Perlen und Brillanten geschmückt. In der litte find die Gesetzestafeln, umringt von Bildern ans dem Leben der alten Hebräer u. s. w. abgebildet.

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