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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1894-05-01 · Heft 5 (1.5.1894) · p. Seite 117

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
14 (1894)
Issue
Heft 5 (1.5.1894)
Date
1894-05-01
Page
Seite 117 (sequence 21)
Language
German
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117 Achawa ein warmes Interesse hier in Frankfurt gefunden hat, indem sie nicht nur durch jährliche Beiträge, sondern auch durch viele besondere reiche Spenden unterstützt wurde. Die Zahl der aktiven Mitgliedes betrug Ende des Jahres 1892 338, wozu 9 neue getreten sind. Aus dem Reservefonds wurden verausgabt I960 Mk. Das Vereinsvermögen beträgt nach Abzug der, zur Verteilung für Jahresunterstützungen bestimmten Summe von 12950 Mk. im Anfang dieses Jahres 197 687,29 Mk. Verteilt wurden in 92V» Teilen 12 959 M.; mit den 1960 Mk. zusammen 14910 Mk., gegen 15630 Mk. des vorige» Jahres. — Der Verein zur Beförderung des Handwerks in Frankfurt a. M. hat jüngst den siebenundvierzigsten Jahresbericht ausgegeben und es kann im Anschluß daran zunächst die erfreuliche Thatsache registirt werden, daß das Streben, die aus der Schule entlassene israelitische Jugend soviel wie möglich dem Handwerk, dem Ackerbau und den technischen Berufen znzuführen, von Jahr zu Jahr immer größeren Umfang gewinnt. Eine neue Einrichtung sind die 6 Inspektoren, um den Fleiß und das Betragen der in Lehre stehenden Zöglinge zn überwachen. Das Vermögen des Vereins bestand zu Beginn des Jahres aus 66164 Mk., worunter sich die Zuwendung aus der Stiftung des scl. Freiherr» Amschel von Rothschild in Höhe von 1714 Mk. befindet. Auch sonst besitzt der Verein zahlreiche Gönner und thatkräftige Förderer. — Der Verein für jüdische Krankenpflegerinnen in Berlin verfügt bereits über fünf Schwestern und jüngst begannen seine theoretischen Unterrichtskurse, welche von den birigirenden Aerzten Professor Dr. Israel und Sanitätsrath Tr. Lazarus drei Mal wöchentlich abgehalten werden. — Eine Großnichte Heinrich Heine's, Frau Alice Bor», eine schöne, blühende, junge Frau, reich begabt, in den besten Kreisen beliebt und angesehen, ist in Berlin am 5. März gestorben. Sie hat auch Proben einer reichen poetischen Begabung im „Humoristischen Deutschland", in der „Dichter-Halle" und anderen Zeitschriften veröffentlicht. — Die israelitische Cultusgemeinde in Wien hat den Oberrabbiner Herrn Dr. Gndemann zum Nachfolger des verstorbenen Herrn Dr. Adolf Jellinek ernannt. Zum Oberrabbiner im Tempel der Lcopoldstadt wurde Herr Dr. Schmiedl, bisher in Fünfhaus, zum Rabbiner in Fünfhaus Herr Dr. Jonathan Wolf, bisher substituirender Rabbiner im Tempel in der Seitenstettengasse, ernannt. — In Kanitz hat Herr Dr. Heinrich Flesch sein Amt als Rabbiner angctretcn. — Die Landes-Rabbinerschule in Budapest hat jüngst nenn Hörer nach vorhergegangener Prüfung als Rabbiner entlassen. Von den Entlassenen wurde Herr Dr. Simon Händler zum Rabbiner in Kaschau, Herr Dr. Franz Löwy zum Rabbiner Nagy-Atnd, Herr Dr. Emanucl Lenke zum Rabbiner in Ung.-Ostrau, Herr Dr. Max Pollak zum Rabbiner in Oedenburg, Herr Dr. Hermann Mandl zum Religionslchrer und ungarischen Prediger in Waag- Neustadtl und Herr Dr. Samuel Kraus zum Religionslehrer an der israelitischen Lehrer- Präparandie in Budapest gewählt. — Der bekannte Dichter und fruchtbare Schriftsteller Ludw. August Frankl in Wie» ist am 12. März in Folge eines

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