Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 14 (1894)
- Issue
- Heft 5 (1.5.1894)
- Date
- 1894-05-01
- Page
- Seite 116 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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116 Gymnasial-Oberlehrers Herrn Prof. Dr. Pohlmann-Neuwici» über das Thema: „Tie Inden und die körperliche Arbeit". — In der Westfalia-Loge zu Bielefeld hat am 27. Marz Herr Felix Coblruz einen sehr interessanten Vortrag über den „Einfluß der französischen Revolution auf die staatliche und soziale Stellung der Juden" vor zahlreich versanuneltem Publikum gehalten. — In dem neugegründeten Litteratur- und Kulturverein in Dhorn hielt Herr Rabbiner Dr. Roseubcrg den ersten Vortrag über „Die jüdischem Aerzte im Mittelalter". Ferner sprach Herr Rechtsanwalt Dr. Stein über: „Gabriel Rießcr". — In Mülheim am Rhein, wurde am 1. April das fünfnndzwanzigjührige Jubiläum des Herrn Carl Brisch, als Lehrer und ReligivnSbeamter gefeiert. — Am 20. März hat der frühere Lehrer und jetzige Schriftsteller Herr B- Hanse sein 80. Lebensjahr vollendet und wurden ihm ans diesem Anlasse von nah und ferne viele Zeichen liebender Anerkennung zu Teil. — In Obcrchnhcim starb der älteste Rabbiner von Unter-Elsas; Herr I. Lcwy im Alter von 86 Jahren. — Herr Rablnnatsverwesec Dr. B. Einstein in Lanphcim wurde zum Rabbiner in Landau gewählt. — Herr Dr. Samuel, Hörer der Berliner Hochschule hat sein Amt als Rabbiner der Gemeinde Essen a. d. Raugetreten. — Das Israelitische Asyl für Kranke und Altersschwache in Köln beging am 7. April sein fiinfnndzwanzigjährigcs Jubiläum. — Am 31. Mürz starb in Berlin Frau Sarah Lazarus geb. Lebenheim, die Gattin des Herrn Prof. Dr. M. Lazarus, die Freude und Stütze seines an geistigen Thaten reichen Lebens. — Tie jüngst in Hannover verstorbene Frau Grorgina Jakobsohu hat neben vielen Legaten für gemeinnützige Anstalten auch 100 000 Mk. der Synagogen- Gemeiude Hannover vermacht mit der Bestimmung, das; die Hälfte dem jüdischen Krankenhanse und je ein Viertel dem Seminar und der Ilnterstützungskasse für jüdische Lehrer zugewiesen wird. — Ter jüngst verstorbene Herr Oberrat David Abcrle in Mannheim hat eine Stiftung im Betrage von Mk. 120 000 hinterlassen, deren Zinsen für ReeonvaleSzenten beiderlei Geschlechts ohne Unterschied der Eonfession bestinimt sind. Tie mindeste Gabe soll in einzelnen Fällen nicht unter Mk. 300 betragen. Außerdem hat der Tahingeschiedene noch verschiedene Stiftungen und Wohlthätigkeitsanstalten mit reichen Gaben bedacht. — Ter Verein zur Bekleidung bedürftiger israelitischer Schulknaben in Frankfurt a. M. hat im verflossenen Jahre 217 Knaben mit Kleidern versehen. — Dem 14. Jahresbericht der Snppenanstalt für israelitische Arme in Frankfurt a. M. entnehmen wir, das; vom 1. Oktober 1802 bis 30. September 1803 int Ganzen 38,027 Portionen (gegen 30,188 im Vorjahr) verteilt wurde. — Dem soeben erschienenen Jahresbericht der „Achawa", (Verein zur Unterstützung hülsbedürftiger israelitischer Lehrer, Lehrer-Wittwen und Waisen in Deutschland) entnehmen wir Folgendes: In dem abgelaufenen Jahre hat die Achawa wieder eine umfassende Thätigkeit entfaltet. Getragen von der Gunst des Publikums war sie imstande, die hohe Aufgabe, die sie sich gestellt, zu erfüllen. Mit iuuigem Dank müssen wir erkennen, das; seit ihrem Bestehen die