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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1894-05-01 · Heft 5 (1.5.1894) · p. Seite 101

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
14 (1894)
Issue
Heft 5 (1.5.1894)
Date
1894-05-01
Page
Seite 101 (sequence 5)
Language
German
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101 1843 schrieb er: Dell autenticita del Pentateuco (Padova 1883) über die Authancitität des Pentateuchs eine.kritische Arbeit, die vor 10 Jahren von dem bekannten Triester Rabbiner Mosche Tedeschi in's Hebräische übertragen wurde. — In den Verhandlungen der königlichen Academie (Virgiliana) in Mantua veröffentlichte er: 8tudii 8ul origina del linguaggio 1869 (Studien über den Ursprung der Sprachen) und Un antico modello d'istituzioni economieo moralli (1874) „Ein antikes Muster staatswirtschaftlicher Einrichtungen", In Folge dieser gediegenen Arbeiten wurde Mortara zum ordentlichen Mitglied dieser Acadenn'e ernannt. Als Italiener von Geburt war cr, obwohl ein Kenner der deutschen Sprache und Litteratur, glücklich und begeistert, als das neue Italien entstand, und so veranlaßte er einen feierlichen Gottesdienst im Jahre 1866 und veröffentlichte im selben Jahre die aus diesem Anlasse gehaltene Festrede — Italia redenta, Ufficio e discorso (Das erlöste Italiens Gottesdienst und Festrede. König Victor Emanuel (Yictorio Emanuele) zeichnete auch den Gelehrten Mortara dadurch gus, daß er ihn zum Ritter der Orden des Heiligen Ylauritius und Lazarus ernannte. . In einer der bedeutendsten hebräischen Zeitschriften im Kerem Cliemed (Prag 1839) veröffentlichte er zuerst das Gebet des Abraham Bedarsi aus Veziers, 1000 Worte sämmtlich mit dem Buchstaben Aleph beginnend. An Dr. Adolf Jcllinek's Hauptwerk Bet ha-midrasch, der Fundgrube alter Midraschim arbeitete er in hervorragendem Maße mit, wie aus Band 3, 4 und 5 zu ersehen ist.— Die erste Version des größten jüdischen Skeptikers im Mittelalter — des Abraham ibn Esra — veröffentlichte er im I. 18.77. In Jost's Annalen veröffentlichte er im Jahre 1840 Studien über den Talmud, die in den Jahren 1847—1847 in erweiterter Form — in der Ilivista Israelitica in italienischer Sprache erschienen. In den italienischen Zeitschriften II Eduratore israelita (der israelitische Erzieher) II eorriere israelitico (der israelitische Eourrier), Mose (Moses), Vessillo israelitico (Israelitische Fahne) und in den Pariser sranzösischen Blättern Archives israelites, Univers israelite und Revue des Etudes juives veröffentlichte er zahlreiche hochinteressante Arbeiten. Als im I. 1865 S. D. Luzatto, sein Lehrer und Vorbild, das zeitliche segnete und bald darauf das Paduaner collegio rabbinico zu bestehen aufgehört, wollte er behufs Hebung der geistigen Würdigung der Rabbiner Italiens einen Rabbinercongreß berufen oder mindestens seinen Rabbinerverein gründen. Und trotz der vielen Schwierigkeiten die Jahrzehnte lang sich ihm entgegenstellten, ist ihm ein höheres gelungen; nämlich einen Mittelpunkt zur Heranbildung von würdigen Rabbinern in Italien in Rom selbst zu schaffen. .In seinem Brief de dato 6. Mai 1663 schreibt er mir: „Das Seminar in Padua besteht nicht mehr, und meine Mühen es teilweise in Rom, teilweise in Livorno zu neuem Leben zu erwecken, sind bis

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