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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1894-03-01 · Heft 3 (1.3.1894) · p. Seite 66

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
14 (1894)
Issue
Heft 3 (1.3.1894)
Date
1894-03-01
Page
Seite 66 (sequence 18)
Language
German
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trage von 9000 Mark angehören; Berichte aus Landau-Pfalz und Elsaß-Lothringen über Gemeinde- und Schulangelegenheiten; Mitteilungen aus dem Bureau. — Das Moritz Mannheimer'sche Ehepaar in Berlin hat der jüdischen Gemeinde ein großes Geschenk von einer halben Million Mark gemacht zum Bau eines „Siechenhauses" resp. „Hospitals". — Der für die Landrabbinerbezirke Aurich- Osnabrück gewählte Lalidrabbiner Herr Dr. Löb aus Rawitsch hat sein Amt angetreteu. — Herr Professor Dr. Martin Philippsohu ist von der königlichen Akademie der Wissenschaften in Madrid zum korrespondirenden Mitgliede ernannt worden. — Ein Denkmal für Emin Pascha soll, wie Herr Professor Schweinfurth in der „Naturwissenschaft!. Wochenschrift" micteilt, in Neiße errichtet werden, wo der Forscher seine Jugend und Schulzeit verlebt hat. Es haben sich schon mehrere angesehene Männer zu einem Konnte für das Emin Pascha-Denkmal vereinigt. — Der Verein für jüdische Geschichte und Litteratur in Berlin hat eine dankenswerte Einrichtung getroffen; er hat nämlich einen populären Vortrags-Cyklus über jüdische Geschichte eingerichtet/ der hauptsächlich für junge Kaufleute, Handluugslehrlinge und Handwerker bestimmt sein und deshalb an jedem Sonntag Vormittag von I I—12 abgehalten werden soll. — Der Verein für jüdische Geschichte und Litteratur in Hannover hielt jüngst seine erste konstituirende Versammlung ab, in welcher die entworfenen Statuten beraten und mit unwesentlichen Veränderungen angenommen wurden. In den Vorstand wurden die Herren Rechtsanwalt Benfey I, Landrabbiner Dr. Gronemann, Inspektor Dr. Kayserling, Bankier Emil L. Meyer, Dr. jur. S, Meyer und Bankier Moritz Simon gewählt. — In der Loge zu Dessau, wie im Litteratur- und Geschichtsverein zu Magdeburg hielt Herr Dr. Dessauer, Landrabbiner in Meiningen Vorträge über die „ethischen Gedanken des Spinoza". Reicher Beifall belohnte den Redner. Es folgte in beiden Orten ein geselliges Beisammensein bis Mitternacht, an dem in Magdeburg auch der Gcmeindevorstand teil genommen. Spinozas erhabene Sittcnlehre widerlegt am besten und kräftigsten die Angriffe gegen die Moral der Juden. — Das Vermögen des Unterstützungs-Vereins für die israelitischen Lehrer Rheinlands und Westfalens ist im letzten Jahre auf 77,000 Mark gestiegen, so daß die. Unterstützungsquote erhöht werden konnte. — Man berichtet ans Hamburg: Hier feierte Herr Lorenz Cohn seinen 100. Geburtstag. — Im Verein für jüdische Geschichte und Litteratur in Dortmund hielt Herr Dr. Jaulus einen Vortrag über das Thema „Welchen Nutzen hat für uns die Kenntnis der jüdischen Geschichte und Litteratur. — Wie die „Post" meldet, beabsichtigen verschiedene Diffidentenfannlien in Berlin um weiteren Bestrafungen wegen Fernhaltens ihrer Kinder vom Religionsunterrichte zu entgehen, zuni Judentum überzutreten. Eine Anzahl von Familien will nämlich ihre Kinder unter keinen Umständen in den konfessionellen Religionsunterricht schicken und von ihnen geht die Propaganda zum Uebertritt zum Judentum aus, in dem sie eine größere Freiheit zu genießen hoffen. — Nach einer veröffentlichen amtlichen Statistik

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