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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1894-03-01 · Heft 3 (1.3.1894) · p. Seite 60

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
14 (1894)
Issue
Heft 3 (1.3.1894)
Date
1894-03-01
Page
Seite 60 (sequence 12)
Language
German
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Moses, Aron lebten in Monogamie. Das Wort „Konkubine" (Kebsweib) wird in . der Gesetzgebung nicht einmal erwähnt; es ist ein Fremdwort, welches in den letzten vier Büchern des Pentateuch niemals vorkommt. Mit welcher Mißachtung ein solches Verhältnis angesehen wurde, ergibt sich schon aus dem ganz alten, oben erwähnten Gesetze, das die Gewalt des Vaters über die Tochter und die des Herrn über die Sklavin eng begrenzt. All' die Bilder häuslichen Glückes in der späteren Dichtung, wie so oft in den Sprüchen Sal. und in den Psalmen (bes. 128. 3) weisen klar darauf hin, daß nur eine Frau im Hause als Königin herrschte. Die Propheten konnten dem Volke das Verhältnis Gottes zu ihm nicht besser veranschaulichen, als unter dem Bilde seiner Vermählung mit dem Weibe seiner Jugend. (Forts, folgt). Skizze zu einer Miographie des verewigten Bczirksrabbiners Dr. Elias Grünebaum in Landau (Pfalz). Elias Grünebaum wurde am 10. September 1807 in Reipotlskirchen, Kanton Lauterecken Pfalz, geboren. Früh vaterlos, kam er im 7. Lebensjahre mit seiner Mutter nach Münchweiler a. d. Alsenz, wohin sich die junge Wittwe zum zweiten Male mit Jsaac Felsenthal verheirathet hatte. Sein Stiefvater war ein wirklicher, guter. Vater, der mit treuester Liebe für seine Erziehung besorgt war. Er ließ den begabten Knaben bei einem tüchtigen Talmudlehrer im Talmud unterrichten und trug gleichzeitig für einen gediegenen Elementarunterricht Sorge. Wohl vorbereitet kam der 15jährige Knabe anfangs 1823 nach Mainz, wo er bei dem damalige» dortigen Rabbiner L. Ellinger und dem Privatgelehrten Samuel Bondi ganz dem Talmudstudium oblag. Im Jahre 1826 kam er nach Mannheim in die dortige blühende Talmudschule. Hier erhielt er auch den ersten lateinischen Privatunterricht und übte sich bei einem tüchtigen Lehrer im Anfertigen deutscher Aufsätze und Predigten. Nach etwa l1 2 Jahren kam er nach Frankfurt, wo er bei dem damaligen Rabbiner Salomo» Trier und den bedeutenden Privatgelehrten Aron Fuld und Bär Adler seinen talmudischen Studien weiter oblag, zugleich aber auch daneben das Gyinpasium besuchte. 1831 bestand er in Speyer das Abiturientenexamen und bezog nun zunächst die Universität Bonn, wo er bei Brandis und Welcher philosophische Fächer und bei ersterein zugleich arabisch hörte. Nach Verlauf von zwei Semestern siedelte er nach München über, wo er bei Schelling Philosophie hörte und zugleich das philosophische Seminar von Tiersch besuchte. Im August 1834 wurde vour Ministerium eine Rabbinatsprüfung nach Bayreuth ausgeschrieben, bei der in den weltlichen Fächern Gymnasialprofessoren und ein Prot- Pfarrer, in den speziell jüdisch-theologischen der dortige Rabbiner Dr. Joseph Aub

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