Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 14 (1894)
- Issue
- Heft 1 (1.1.1894)
- Date
- 1894-01-01
- Page
- Seite 22 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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vielleicht noch nötiger eines scharfen Sauerteigs, noch nötiger als die von Natur so rührigen worden; wa zu lassen? Franzosen. Der scharfe jüdische Geist^ist ein Sauerteig der Welt ge ist es für eine Politik, diesen Sauerteig immer abgesondert gähreu Zeine gute Wirkung leistet er erst, wenn er mit einem anderen Teige vermischt nürd, und jede Stunde Verzögerung einer endlich doch nötigen ganzen Maßregel ist ei» Verlust. Die Lehre von den Uebergängcn ist hierbei ein Irrtum. Die llebergänge können erst eintreten nach der Bereinigung." — In dem „Kiew Hawa" befindet sich eine Notiz über eine alte Synagoge in Stefania (Wollin). Wir geben im Nachfolgenden die Ausführungen dieses Blattes wieder. „Die Synagoge ist viereckig aus Stein gebaut. Die Hälfte hat bereits durch den Zahn her Zeit sehr gelitten, und die Säulen, auf welchen das Gebäude gestützt ist, sind durch ihre dunkle, tiefschwarze Färbung, die sich im Laufe der Jahrln geflossenen kann, da s Meister ihr von nichts. nderte angenommen, beredte Zeugen über die an ihnen vorüber- Jahrhunderte. Die israelitische Gemeinde dieses kleinen Städtchens c Dokumente hierüber nicht besitzt, nichts Genaues über Zeit und s Entstehens angeben. Auch die christlichen Mitbürger wissen hier- Toch sind Ansichten vorhanden, die wissen wollen, daß man das Gebäude gleichzeitig mit dem.Wall und der Festung um das Städtchen errichtet hätte. (Es soll dies zu einer Zeit gewesen sein, als die Slaven ohne König und Regierung unter der Leitung ihrer Patriarchen dort wohnten). Das Gebäude sei damals zu anderen Zwecken errichtet und nachher erst von den Juden zur Synagoge erworben worden. Diese Ansicht scheint aber um so mehr richtig zu sein, als auch die Wände des Friedhofs denen der Synagoge in der Form gleichen. Auf einem der Synagoge s. Z. geschenkten kupfernen Waschgesäße finden sich folgende Inschriften: Die Jahreszahl „15)36" und die Buchstaben „L. H." auf der anderen der Satz:- „Gott gib den Frieden! Amen" in hebräischer und deutscher Sprache. Die anderen Inschriften find unleserlich geworden." Referate und Mitteilungen. Die Geschichte des jüdischen Volkes und seiner Littcratur vom babylonischen Gkile bis ans die Gegenwart von Dr. S. Bäck, Rabbiner in Lissa. Zweite verbesserte Auflage, bereichert mit Anhang: „Proben der jüdischen Litteratur." (p. Kauffmann, Frankfurt a. M.) Erst in der zweiten Hälfte unseres Jahrhunderts wurde es allgemeine unabweisliche Forderung, daß die Geschichte der Juden einen integrirendcn Bestandteil des jüdischen Religionsunterrichtes an den obern Classen der Mittelschulen bilden müsse. Die nächste Schwierigkeit, die