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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1892-12-01 · Heft 12 (1.12.1892) · p. Seite 268

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
12 (1892)
Issue
Heft 12 (1.12.1892)
Date
1892-12-01
Page
Seite 268 (sequence 6)
Language
German
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r — 268 - weniger offen zur Verfolgung und Beeinträchtigung der Letzteren in ihren Renten anzureizen und aufzufordern. Die großherzogliche Staatsregierung kann in " ' ~ ' " Bestrebungen nur eine unstatthafte Aich er Billigung befolgten Grundsätze bezüäl sungehörigen erblicken, welche sie unmöt * e diese ihre Auffassung zur Kenntnis acchnt sie von jeder BethätiguNg von r. ab und erwartet gewissenhafte Befolgu rwarten gleichwohl in Zukunft Zuwid ng Vorkommen, so würden sich die disziplinarisches Einschreiten die Beteiligung von Beamten an solchen achtlaffunä der von ihr mit allerhöchster der Beharidlung der israelitischen Staats' fernerhin,dulden darf. Indem dieselbe ihr untergeordneten Beamten bringt, m. nähme an den bezeichueten Bestrebungen dieser Mahnung. Sollte gegen alles Er Handlungen in der angegebenen Richtun teiligten selbst zuzuschreiben haben, wem davon wäre. F° der er- , ich ijl'ch der eil- "g er- Belge Aer alle Wurschti von Leopold vor x und sein Enkel'. Sache r-Mafoch. (Nachdruck verboten.) Es war in Wien auf dem Gräben vor dem Bankgeschäft von Sothen, wo ich dse Beiden zum ersten Mal fahl Im Schaufenster waren die Gewinnste irgend einer großen Geldlotterie ausgestellt. Der Haupttreffer war in einer >;anz besonders! originellen und anziehenden Weise arrangiert. Man sah eine große Henne, brütend auf einem Berg von blinkenden Dukaten und um dieselbe liefen eine Anzähl Küchlein im Kreise umher, .von denen jedes ein Geldstück im Schnabel trug. Während ich stehen blieb, näherte sich ein alter kleiner polnischer Jude in einem fadenscheinigen schwarzen Kaftan, auf der schäbigen Jarmurka einen enthaarten runden Filzhut. das kluge, freundliche Gesicht mit den frischen Farben von weißen Locken, weißen Peiße und mit einem langen schneeweißen Bart umrahmt. Er stützte sich mit der Rechten aus einen Krückstock, während seine Linke einen kleinen Jungen hinten beim Gürtel hielt. Dieser kleine, lustig aussel>ende Junge, gleichfalls im langen Kaftan, das schlaue Köpfchen nur von der Jarnuirka bedeckt, war Nathanle, der Enkel des alten Burschtin und sein Führer, denn der Alte war seit Jahren schon blind. Sic machten einen eigentümlichen Eindruck, diese beiden, wie es schien gleich hilflosen Wesen, hilflos durch ihre Jugend und ihr Gebrechen, hilflos als Fremde, als Bewohner eines fernen Landes in, Osten, hier mitten im Getriebe der rastlosen, fröhlichen Weltstadt, und doch waren sie vollkommen guter Dinge. „Großvater." rief der Kleine, indem er vor der brütenden Henne stehen blieb, die Hände bewundernd zum Hichmel erhob und mit dem ganzen Gesichte lachte, „das hast du doch noch nicht gesehen in deinem Leben, was hier zu ehen ist." Und während er nun dem Alten alles genau beschrieb und erklärte, tickte dieser immer lebhafter, immer fröhlicher und stimmte endlich laut in das Lachen des Knaben ein. Es warsin dem kleinen Stäbchen Separowze, wo ich den Alten wieder fand. Auch hier warNathanle sein Führer, ja, die Beiden schienen unzertteim-' 1.*. o.. 1 -- or/..' ,x,„ klugen Enkel oder erzählte ihm wuldeclich. Zu Hause lernte der Alte mit sei.

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