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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1892-11-01 · Heft 11 (1.11.1892) · p. Seite 250

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
12 (1892)
Issue
Heft 11 (1.11.1892)
Date
1892-11-01
Page
Seite 250 (sequence 10)
Language
German
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250 sondern! sie vergiften die öffentliche Meinung, die ehemaligen Fortschrittskäiupfer sehen kalt z», teilnahmlos mit gebundenen Händen, (die Füße gefesselt, gelähmt, erschlafft, darum beweine das Volk auch heute noch jenen edlen Märtyrer. Das aber wäre die edelste und herrlichste Gedächtnisfeier für Abraham Kohn, wenn wir seinen Geist wieder unter uns erwecken könnten, wenn in diesem Hause sich wieder sammeln möchten die Kämpfer für alles Edle, Gute und Schöne in Israel, wenn wieder die alten Waffen des Lichtes und der Wissenschaft hervorgesucht und blank gphalteü würden, wenn sich wieder die Freunde der Wahrheit und Gerechtigkeit thdesmudig schaaren möchten, um das alte Banner, welches Kohn in seiner Rechten! getragen und für tvelches er freudig sein edles Leben hat, ansgehaucht, ein Kämpfer und ein Sieger, ein Märtyrer und ei» Heros, ein Lehrer und ein Proset. Sein Andenken sei gesegnet!! Die Ausbreitung des Judentums. von Dr. Hamburger, Landesrabbiner in Strelitz. (Fortsetzung.) Welcher Vernünftige aber möchte es wagen, davon ein Bild zu machen, das einem uiiserer Dinge ähnlich sei? Vielmehr anfgebeii müsse man alle Z'ufertigung von Bildern und einen würdigen Tempel ihm weihen, ihn ohne Bild verehren.'"). Früher schon war es der Historiker Hekatäus aus Abdara (200 der eine Schrift über die Inden geschrieben hat, in der er sich äußerst lobt ub über den jüdischen Kultus anssprach. 2). Der Kirchenvater Origenes, 3)• sagt, daß Hekatäus in seiner Schrift über die Inden so sehr für das jüdische Volk Partei Ergreife, daß Herennius Philo lim 2. Jahrhundert n.) in seiner Schrift über die Juden es bezweifle, ob die Schrift von dem Historiker Hekatäus sei, dann aber, wenn sie von ihm sei, sage, daß Hekatäus von der Ueberredungskunst der Judsn hingerissen worden und ihrer Lehre beigetreten sei. 4). Doch fehlte es auch nicht unter den Griechen, und später unter den Römern an heftigen Gegnern des jüdischen Schrifttums und seines Gottesglaubens nebst dessen Lehre» und Gesetzen. Das Fremdartige, Unbekannte und Nene in demselben, zu dem wie die Enthalt! »g vym Genuß des Schweinefleisches, die strenge Sabbatfeier und die bildlose Gottesverehrung rechnen, wurden von ihnen herausgerisseu und lächerlich geinahi. Starkes Material zu feindlichen Angriffen lieferten auch die Anthropomorphismen von Gott in der populären Redeweise der Bibel, wenn auch die meisten derselben von deis Uebersetzern in der Septuaginta schon in besserer Form wiedergegeben wurden.! Von diesen Gegnern nennen wir die alexandrinischeu Literaten: Manethp, Charremon, Lysimachus, Apion u. a. m; bei den Römern waren Cicero, Horaz, Tacitus, Juwenal, Plinius u. a. m. 5). Zur Zurückweisung *).j Strabo XVI 2. 35. p. 760 ff. 2). Josephus contra Apionem 1. 22. 3). Orig contra Cjelsum 1. 15. 4). Dan diese Schrift nicht gefälscht ist, geht unter Andern aus Excerpten> bei Josephus und bei Diodorus S'culus hervor über die Juden, ihren Ursprrr ihre Stacltsverfassung, ihre Sitten und Gewohnheiten u. a. in. ö). Bergt. Joseph, cor.t Apionem 1. 26 über Uanetho;das. 1. 32. über Chaeremon; das. 1. 34. über Lysimachin das. II. 2 über Apion; ferner Tacitus hist ann. V. 3. li. 4. von Tacitus u. Justin XXX> über Andere. Juvenal Sat. VI. 160: u. XIV 98. spottet über das Land, in welchem all wohnte Milde den Schweinen ein hohes Alter gönnt und Schweinefleisch für ebenso werk^ gilt wie Menschenfleisch. Den jüdischen Gottesdienst nennt er ein Anbeten der Wolken und Himmels und in der Sabbatfeier sieht er Trägheit und Faulheit (das. XIV. 105—106. has. XIV 97. ebenso Tacit. hist. V. 5. u. Plinius, hist, natur. 13. 4. 46). ncs den llg' tra ,8; VI getholl des

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