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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1892-09-01 · Heft 9 (1.9.1892) · p. Seite 212

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
12 (1892)
Issue
Heft 9 (1.9.1892)
Date
1892-09-01
Page
Seite 212 (sequence 20)
Language
German
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schiedene Lehranstalten erhielten Beittäge und Unterstützungen, zusammen 23,000 Rubel; Privat-Lehrinstitute 1745 Rubel. Tie Ausgaben für Werke und Zeitschriften, die au Bibliotheken und Private verschenkt wurden, ferner für Anschaffung neuer Bücher von 5 Verfassern betrugen 245 Rubel. — In Lodz, Russisch-Polen, wurde jüngst die von Herrn Herma m ftnitbftubt gegründete Altersversorgungsanstalt unter entsprechender Feicrlichk.it eingeweiht. — Die rnssisclie Regierung genehmigte den Plan des Herrn Karon Kirsch, in 25 Jahren 1,359.000 Juden aus Rußland in die neue Heimat anSwaydern zu lassen. In Petersburg übernimmt der Hirsch'sche Centralansschnß die Hauptleitung. In anderen russischen Städten werden LoealeomitöS errichtet. Die stincavandernde» Inden werden vollkommen ans dem russischen UnterthanenverbaNd anStreten. — Am 22. Mai feierte Frau Sarah Rothschild in Chicago, 1788 in Darmstadt geboren, im Vollbesitze ihrer Körper- und Geisteskräfte ihren 104. Geburtstag. — Am 15. Mai wurde in Urw-Norü in feierlicher Weise der Grundstein zu der Synagoge der Gemeinde „Kol-Israel" gelegt. — Der in Beyruth tTyrien) erscheinenden Wochenschrift ,.Irt'srlnrwird von: 22. Juni an» Jaffa berichtet: „Tie Eisenbahnstrecke zwischen Jaffa und Jerusalem ist jetzt bis Battir, der letzte» Station vor Jerusalem fertig. Diese fertiggestellte Strecke hat die Länge von 72 km. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird die Eröffnung der genannten Eisenbahn und ihre Uebergabe für den öffentlichen Verkehr Anfangs September erfolgen. — Bekanntlich ist der Gesandte der amerikanischen Regierung in Eoustautiuvpel, Herr Kirsch, ein Jude. Auch sein Vorgänger, Herr ölrauß war ein Jude. Der New-Yorker Jndependet (ein kirchliches Blatt) schreibt über die Thätigkeit der beiden Gesandte» im Interesse der amerikanischen Missionsschulen Folgendes: „ . . . Wenn die amerikanischen Missionsinstitute in der Türkei vor dem Untergang bewahrt sind, so verdanken sie es unter dein Schutze der Vorsehung wesentlich der Thätigkeit des Herrn Hirsch. . . . Ein anderer Punkt. Der RegiernngSerlaß, der Herrn Hirsch in seiner Verteidigung der amerikanischen Missionen besondere Dienste geleistet hat, ist das erwähnte Regulativ, das sein Vorgänger Herr Strauß 1689 zn Gunsten der Misionsschnlen erivirkt hat. Herr Strauß und Herr Hirsch sind Juden- Das christliche Publikum sollte in seiner Haltung gegen unsere jüdischen Mitbürger ebenso frei von religiösen Vorurteilen sei», wie diese beiden Männer, deren persönliche Sympathieen für das Schicksal Ehristlicher Missionen in der Türkei im Wesentlichen entscheidend waren." — Unter dem Titel „Worija" erscheint seit einigen Woche» eine^Zeiiuug in Jerusalem. — Ein Herr Kaiser-Gnyrr wird in Cor, am Fuße des Sinai, unterstützt von einer Anzahl wissenschaftlicher Gesellschaften, ein- Hotel errichten. Das ganze Gebiet ist für Geologen, Botaniker und Geschichtsforscher ein noch halb verschlossenes Buch, zumeist ans dem Grunde, weil es immer an sder nötigen Unterkunft fehlte. Durch die Erbauung eines Hotels hofft mau diesem Zbelstande abzuhelfen. Da die Verbindungen über das Rote Meer auch sonst gut sind, zweifelt man an dem Erfolg eines derartigen Unternehmens nicht- _ —i Angesichts der Blntbeschnldignnge» gegen die Juden und des Falles^Buschhvff djürfte folgende Nachricht, sehr mitteilenswert sein. In Wnsieh, einer Stadt, die etwa 20 deutsche Meilen von Shanghai liegt und der Mittelpunkt der Seidcnkultnr Kiaugsus ist, sind unter dem Volke während der letzten Zu der unruhige» Stimmung haben die''Gerüchte Anlaß gegeben, daß die

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