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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1892-09-01 · Heft 9 (1.9.1892) · p. Seite 194

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
12 (1892)
Issue
Heft 9 (1.9.1892)
Date
1892-09-01
Page
Seite 194 (sequence 2)
Language
German
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194 Es ist demnach eines Genieindevorstande Mittel auszusuchen, um heben und zu befestigen: zweckmäßig, daß die ersi nach unserer Ueberzengnug die allerwichtigste Aufgabe sich mit diese! Frage eingehend zu beschäftige» und das religiöse Bewußtsein unserer Glaubensgenossen zu bei der Wichtigkeit der Angelegenheit halten wir es für reu Gemeinde», nämlich von Berlin, London, Paris, Budapest und Wien darüber Beratungen pflege» und dasjenige, was zu geschehen hat, gleichmäßig jgcschehc. Die Hauptstädte haben mittelbar einen Einfluß auf die Provinzial-Städte und durch die Allgemeinheit der Einrichtungen würden dieselben auch an Autorität gewinnen, die zu einem erfolgreichen Resultate unentbehrlich ist. Wir erlaube» ins ausdrücklich zu bemerken, daß wir uns keineswegs einlassen wollen, über die Traditionen oder über Formen zu entscheiden, wie überhaupt Erörterungen von Fragen niifzustclleii. deren Erledigung in das Gebiet der Theologie gekört, deren Beurteilung ausschließlich den dazu berufenen Rabbinern überlassen werden muß; unsere Aufgabe kann nur ausschließlich sein, Mittel zu schaffe», um die Mission des Judentums, sowie dessen glorreiche Vergangenheit unseren Glaubensgeiiosse» zum Bewußtsein zu bringen. In diesen beiden wichtigste» Faetoren des jüdischen Volkes gibt es keine Verschiedenheit der Anschauung zwischen denen, die der Orthodoxen- und die der Reform-Partei angchörcn, denn chier handelt es sich nicht um Hypothese» , sondern um bestimmte geschichtliche Thatsachen, worin alle Parteien einig sind. Wir erlauben uns demnach sie zu bitten, zu einer Beratung in dieser wichtigen Angelegenheit für Dienstag, den 6. September d. I. Ihre Delegierten nach Wien entsende» zu wollen. Vor 9 Jahren hatten wir bereits eine Coufercnz in Coblenz, wozu Sie die Güte hatten, Delegierte zu entsenden, welcher wir bedeutende Resultate verdanke». Es sei hier insbesondere der Beschluß hervorgehvben, in Galizien culturell zu wirke», in dessen Gefolge bei der Fortsetzung der Beratungen in der „Alliance israälite" in Paris und Wien Herr Baron Hirsch veranlaßt wurde, in so großartiger ipuuificeuter Weise sich diese Aufgabe zu stellen. So zweifeln wir denn nicht, daß auch die bevorstehende Eonferenz, zu welcher wir Sie einznladen die Ehre häben, mit Gottes Hilfe ebenfalls von gedeihlichem Erfolge begleitet sein wird.! Wir sehen Ihrer gütigen Nachricht diesbezüglich gerne entgegen und empfehlen uns Ihnen.! äBien,- 12.3uti 1892: j 'Briefe an einen Ireund. Von Emil Lehman n. II. Lisyph Lieber Freund! Auf meinen Tairtalus-Brief hast Du mir lakonisch und ironisch zugerufen: „Sisyphus!" Inder That, die Sage von jenem Verdammten, Tier eilt Felsstück den Berg hinanzuwälzc» sich fortdauernd und vergeblich müht, sie hat viel Vorbildliches für den, dem es als Gewissenspflicht und Lebensaufgabe erscheint, sein heißgeliebtes, von innen und außen mißverstandenes und angefochtenes «s.

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