Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 12 (1892)
- Issue
- Heft 8 (1.8.1892)
- Date
- 1892-08-01
- Page
- Seite 173 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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173 milie ibn Tibbon) 18 Seiten; gleichfalls Sonderabdruck des Annuaire von 1886; wie gründlich jedoch Isidore Loeb dies behandelte, ersieht man daraus, daß er sämtliche auf diesen Prozeß bezughabende Urkunden und Erläuterungen im 15.') und 16. Bande der Revue veröffentlichte. 6) Le saint enfant de la Guarda im 14. Bande der Revue. Der Schlußsatz dieser gediegenen Abhandlung lautet: L'enfant de la Guarda n’a jamais existe. (Das Kind de la Guarda hat niemals existirt). 7) Histoire d’une taille levee sur les Juifs de Perpignan en 1410— 1414, aus Seite 55—79 des 15. Bandes (Geschichte einer Steuer der Juden). 8) Le nombre des Juifs en Castille et Espagne au moyen age, XIV ]). 161 — 183. Die Zahl der Juden in Castilien und Spanien wird hier auf das richtige Maß zurückgeführt. Notes sur l’histoire des Juifs en Espagne, die seither fast in jedem Bande bis zum 23. wiederkehren und sämtliche neue Resultate der Geschichtsforschung in Spanien zur Kenntnis bringen. In Folge dessen war auch Isidore Loeb der erste Jude, der von der Madrider Akademie der Wissenschaften als Mitglied war ausgenommen worden. Der 15. Band der Revue enthält außer dem bereits erwähnten Prozeß der Familie ibn Tibbon. 1) La eontroverse de 1263 a Barcelona entre Paulus Christiani et Moise ben Nachman (Disputation im I. 1263 in Barcelona zwischen Paulus Christiani und Moses ben Nachman). 2) La correspondanee des Juifs d Espagne avee ceux de Constantinople. (Die Correspondenz der Juden Spaniens mit denen Constantinopels). Der 16- Band enthält. Josef haccohen et les Chroniqueurs Juifs (Josef Hakkohen und die jüdischen Chronisten) eine gründliche text-kritische und historische Studie, die auch als Sonderabdruck erschienen. 4) Les negociants juifs ä Marseille au milieu du XIII siede ((die jüdischen Kaufleute in Marseille in der Mitte des 13. Jahrhunderts. Der 17. Band enthält die Fortsetzung und den Schluß der im 16. Bande begonnenen Arbeiten. Band 18 bringt 2 interessante Arbeiten 1) Polemistes chretiens et juifs en France et en Espagne. (Christliche und jüdische Polemiker in Frankreich und Spanien) auch als Sonderabdruck erschienen und 2) Un memoire de Laurent Ganganelli sur la calomnie du meurtre rituel. (Denkschrift des Cardinal Ganganalli über die Verläumdung des Blutrituels). Die Übersetzung dieser Schrift wurde von Dr. A. Berliner besorgt. Der 19. Band der Revue zeigt uns Isidore Loeb in einem neuen Licht und zwar als Liturgiker. Ein Gebiet, wo in der jüdischen Literatnr fast noch Alles zu thun übrig bleibt. Seite 70—140 werden die 18 Segenssprüche (Sch'mone esre) auf ihren Ursprung zurückgeführt, und Seite 188 —201 finden wir wertvolle Notes sur le chapitre Ier des Pirke Abot, (Bemerkungen zum 1. Kapitel der Pirke Abot »Sittensprüche der Väter"). Der 20. Band enthält in den Actes et Conference einen gediegenen Vortrag I. Loeb's, der uns ihren geistreichen Causeur und Conferencier zeigt über den Juden in der Wirklichkeit und den Juden der Sage (Seite 202—218), in Kr Revue selbst ist der Anfang des grvßangelangten Werkes: La litterature de pauvres dans la Bible, das in den folgenden Bänden bis Bd. 23 inclusive die Literatur der Anawim „den demütigen, bescheidenen und gedrückten" in ganz neuem Licht erscheinen läßt.