Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 12 (1892)
- Issue
- Heft 2 (1.2.1892)
- Date
- 1892-02-01
- Page
- Seite 29 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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29 Geschichte der Juden in Kojetein in „Löw's Ben" Chananja, an welcher Zeitschrift er bis zu deren Eingehen ein fleißiger Mitarbeiter war. Er bezog dann die Universität Wien und ging mit Mannheimer, Dr. Jellinek. I. H. Weiß, M. Friedmann, G. Wolf. Joel Deutsch, Simon Szanto, Josef Szanto um, welche alle anregend auf ihn wirkten und in ihm einen Jüngling erkannten, der Großes zu leisten berufen sei» iverde. In Wien hielt er in dem von Jellinek gegründeten „Beth-Ha-Midrasch" einzelne Vorträge die sich einer großen Thcilnahmc zn erfreuen hatten auch regelmäßig solche über jüdische Geschichte und Predigten in dem und Midrasch") wurde er von der aufstrebenden Gemeinde Bisenz in Mähren als Rabbiner berufen. Dort wirkte er mit jugendlicher Begeisterung und geben seine Predigten,, (1. Sammlung, Leipzig bei OscarLeiner 1869. 201 S.) Zeugnis von seiner reiche» Begabung auf dem homiletischen Gebiete. Er entfaltete daselbst auch eine reiche litterarische Thätigkeit. Er arbeitete mit an den Zeitschriften: Hammagid (Lyck), Halebanon (Paris), Geiger's jüd. Zeitschrist, Frankels Monatsschrift. Neuzeit, Jahrbücher von Wertheimer n. A. Im Jahre von ihm mitbe gründeten„Verein der Rabbinats - Kandidaten". Man konnte ihn zumeist in den Bibliotheken arbeitend sindcn; er sa in melte dort ein sehr reichhaltiges litterarisches Material. Von Wie» ans trat er in wissenschaftliche Verbindung mit Abraham Geiger, in dessen j»d. Zeitschrift der Artikel,.die Alabarchen" zum Abdruck gelangte. Nach absolvierten Universitätsstndien «er promovierte in Leipzig ans Grund einer Arbeit „Die Römische» Kaiser im Talmud 1870 erhielt er einen Ruf als Rabbiner der israelitischen Gemeinde nach Frankfurt a. M. Hier begann er. die Schütze seines Wissens zu entfalten in den. fast ohne Mitwirkung herausgegebenen Jahrbüchern (Bd. I - IX bis 1890) und dem von ihm begründeten Centralanzeiger für jüdische Litteratur. Auch war er Mitarbeiter an der Allgemeinen deutschen Biographie. Sei» letztes Werk, das erst vor einigen Tagen erschienen, ist „Zunz Gottesdienstliche Vorträge" (I. Band). Seinen Beruf faßte er sehr ideal aus. Seine Predigte», durchglüht von prophetischem Geiste, geschmückt mit Blumen reicher Gelehrsamkeit, wirkten be-