Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 10 (1890)
- Issue
- Heft 11 (1.11.1890)
- Date
- 1890-11-01
- Page
- Seite 244 (sequence 4)
- Language
- German
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244 ikr b< r Symbolisch ist und diplomatisch, bestimmten Haim spruch der Nachkl So entwi und älteste Chew genau so gebildet Laufe der Zeitei Morgengebetsspru wie sie dort be^ orcbim, Fremder tora, Religionsiieuen Bedürfnisse z. B. die Vereine lehne u. s. w. neue sohn vielen Wohl! Nachgewie Wohlthätigkeitszwd Sitte ist, daß sie und daß es zu erregungen vor nicht nöthig, zur i anzurufen, eine j> zeit praktisch, wenn war und ist i n s o und Verstand, weihen und zu v allerdings von nicht als ein? Der biblisch Wittwe, der In längstverflossijn Heimsuchungen z Ortsgemeinde zu in glücklicheren aus Spanien Italien, in Fez, freunde pilgerten sammeln zur Glaubensgenossen, sonstigen Lösegelhs dunkelsten Zeiten Israel bnerae den Ursachen für nisse steht obenan Wir Haber mit gleich alten für die später zweifelhaft, daß nicht ftücjt Best ei elima: »nliches in der Genesis geschildert: Abraham's ebenso fein juristisch als dramatisch lebendig erzählter Kauf des znm Erbbegräbnis s Mamreh. Er sollte, wie ein Bibelausleger lehrt, "den Anmmen auf Palästina rechtlich begründen, igelte sich aus dem Tode Leben. An die wohl allerorten erste a zu Beerdigungszwecken — chewra d. i. deutsch Genossenschaft, wie dieses Wort, von ebaver der Genosse — reihten sich im die verschiedenartigsten Vereine zu den in dem erwähnten che angedeuteten Zwecken, ja zunieist — mit denselben Namen eichnet sind: wie Bickur eholim, Krankenpflege, hachnosas Unterstützung, lmclmossas kalah, Brautausstattung, talmiul Unterricht, und je nach den, im Laufe der Zeiten zuwachsenden it mit neuen Zwecken und dementsprechenden Namen. So sind zur Unterstützung von Handwerk und Gewerbefleiß, für Daren Ursprungs. So hat nach dem Vorgänge Dresdens, Mendelshätigkeitsvereinen den Namen verliehen, en und nachweisbar ist jedenfalls, daß die Vereinsthätigkeit zu cken, wie ihr Quell die Wohlthätigkeit, eine uralte jüdische in den jüdischen Gemeinden von Anfang an gepflegt wurde cer Erweckung nicht erst neuzeitlicher Httlfsmittel und Furcht- Socialdemokratie bedurfte. Es war innerhalb des Judentum's inneren Mission anzürufern, ein sogenanntes praktisches Judentum üsdisch-sociale Reform anzustreben. Denn das Judentum war allees auch Denkträgen und Strebern unpraktisch erscheint. Es ern praktisch, als es eine Religion fürs Leben ist, für Herz : fürPhantasie und Schwärmerei, als es bezweckt das Leben zu Wedeln, und dazu T h a t e n fordert, nicht Brüten. Sein Reich ist ieser Welt, die es als einen schönen Vorsaal der andern, merthal auffaßt. e Mahnruf mitten hinein jn die Festfreude: des Armen, der des Fremden zu gedenken, er fand allzeit Gehör in Israel, en Jahrhunderten, in Zeiten traurigster Verfolgungen und sich die gleiche Theilnahme wie in den Gemeinden so von Ortsgemeinde. Die hier vertriebenen Glaubensgenossen fanden »vester gemeinden bereitwillige und barmherzige Aufnahme, der ige jüdische Gelehrte wurde von seinen Glaubensgenossen in Egypten, mit offenen Armen aufgenommen. Edle Menschenvon Stadt zu Stadt, von Land zu Land, um milde Gaben zu iuug der von Korsaren gefangenen und zu Sklaven verkauften eigte Sch n zur Ausstattung von Bräuten, wohl auch zur Beschaffung gegen Unbilden aller Art. Damals, in des Mittelalters bewährte sich bereits der ehrenvolle Sinn- und Mahnspruch: nim: die Juden sind barmherzig, aufs wohlthätigste; und unter die wunderbare Erhaltung der Juden trotz schwerster Bedrängihr Sinn für Familie, Freundschaft und Wohlthätigkeit. in Deutschland eine geringe Anzahl sehr alter Judengemeinden Wohlthätigkeitsvereinen, sie sind wohl Vorbild nnd Muster entstandenen Gemeinden geworden. Mindestens scheint niir undie ' Dresdner Beerdigungsbrüderschaft sich nach der uralten