Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 10 (1890)
- Issue
- Heft 8 (1.8.1890)
- Date
- 1890-08-01
- Page
- Seite 176 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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geno hinfällige Entscheids gesetze unterwirft, sie damit sich ni keine Rücksicht au (s. Chajes Darke rabbinifchen Erschtso nicht fo genau zu diesen rabbini Schreibverbotes c fälligen Meinung wohl begründeten wird. Gegen die Wagschale zu in Kürze zusamnicjn 1) das i inneren Wider 2) das S nicht zur Dar biblische Sabl 3s dasse 4) das auch vomStau :lb Sch — 176 — ng Jsserls hin, die hebräische Schrift dem biblischen Sabbat- „Die Frevler schreiben Samstag auf die Meinung hin, daß über eine rabbinische Bestimmung hinaussetzen; sie nehmen eine Vorschrift der Rabbinen, die Gott nicht angeordvet hat" ja-Horaah II No. 6 Ed. Zolk. 19b). Allerdings wird es mit erungen, besonders wenn sie störend in das Leben eingreife», mmen, da sie doch nnr als Menschensatzung gelten könne»; Erschwerungen gehört aber auch die Ausdehnung des tf nichthebräische Buchstaben, was nicht bloß in einer hin- Jsserls, sondern in einer von Jsak Or Sarua adoptierten, Entscheidung des R. R. Joel b. Jsak Halewi ans Bonn statuiert Autoritäten vermag auch R. Mose Sofer die seine nicht in werfen. Fassen wir nun die Ergebnisse unserer Untersuchung , so ergiebt sich aus denselben daß der Mischna gelehrte Schreibverbot an nun,, spruche leidet, der es ad absurdum führt, chreiben nichthebräischer Buchstaben, soweit diese tellung hebräischer Wörter dienen, durch das atgesetz nicht verboten ist. e auch von der hebräischen Currentschrif't gilt, und reiben mit sympathetischer Tinte am Sabbat, dpunkt des rabbinifchen Gesetzes aus, gestattet ist. is hen solche Havriel Meßer, ein Kämpfer für Recht und Freiheit. Bortrag, gehalten asm 3. Februar 1W0 im jüdischen Litteratur-Verein zu Bochum von vr. M. Silberstein, Stadk- und Bezirksrabbiner in Wiesbaden. (Schluß). Nachdruck verboten. Die vierziger Jahre aber sollten nicht zu Ende gehen, ohne dem edlen Manne jene hohe Befriedigung zu schaffen, die ihm Alle von Herzen gönnten, die seinen Wert u würdigen verstanden. Und wer zählte nicht zu diesen? Rießer, der in Hamburg endlich ein Notariat erhalte», das ihn vollauf beschäftigte und der überdies nah den verschiedensten Seiten, in der israelitischen Gemeinde, sotvie auf dein Felde der Politik, seine reiche Kraft bethätigte, ward im Sturmjahr 1848 auf bi sondere Einladung Mitglied des deutschen Vorparlaments. Mit der hinreißenden Macht der Rede, mit dem hohen Fluge seiner Gedanken nahm Rießer aud» in dem deutschen Parlamente, in das ihn das damalige Herzogtum Lauenburg sandte, eine hervorragende Stellung ein, die ihm bald auch einen Sitz tm Präsidium verschaffte. Wie hätte er in dieser ersten gesetzgebenden Versammlung dedeutschen Volkes den Idealen seines Lebens, den Grundsätzen, denen sein ganzer Denken geweiht, ja, die mit seinem Denken und Empfinden geradezu verwach en waren, nicht das Wort reden, nicht Verwirklichung zu schaffen bestrebt sein soll n! Mit welcher weihevollen Begeisterung mag er denn auch