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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1890-07-01 · Heft 7 (1.7.1890) · p. Seite 158

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
10 (1890)
Issue
Heft 7 (1.7.1890)
Date
1890-07-01
Page
Seite 158 (sequence 14)
Language
German
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— 158 um, Ich war letzten Lebensjahre beauftragt wurde auszuarbeiten, tritt von Juden bez. Lehrern jii öffentlichen ' lichen Gesetzbuchs und dem der Ehe lernte ich seine und verehren, verbot kam in Justizrat Siebenha 1865 bei § 161 hauptung ab, des religiös-sittli ward die Civilehe 1870) nachdem sucht hatte.') di! eire selbst Zeuge, wie sorgsam und eifrig Br. Beer noch in seinen en für das Wohl der Gemeinde wirkte, da ich von ihm 1860 für den Gcmeinderat Vorstellungen an Regierung und Kammern , zuerst bei Beratung der Kirchenordnung auch für den Ueberznm Christentum die Mündigkeit zur Vorbedingung zu machen, gischen Bekenntnisses die Anstellung für Fachwissenschaften an n zu ermöglichen, und um sodann den Entwurf des bürgervon deni Verbote der Vormundschaft eines Inden über Christen zwischen Beiden zu befreien. Bei Dnrchsprechung dieser Arbeiten Sachkenntnis, die Gediegenheit und Klarheit seines Urteils kennen mr das Vormundschaftsverbot ward damals beseitigt, das Ehes bürgerliche Gesetzbuch für Sachsen. Der Verfasser, Geh. aar fertigte in seinem Kommentar zum B. G. B. vom Jahre unsre Vorstellung um Einführung der^Civilehe mit der Besolche Mischehe sei nur dann zulässig, wenn man an Stelle n den sinnlichen Charakter der Ehe betone. Fünf Jahre später gestattet, das Eheverbot aufgehoben (Gesetz vom 20. Juni 25. November 1869 bei dem Landtag darum nachge- (Schluß folgt). i Heu tcj am Per O taube an Unsterblichkeit und die Idee »er Wiedergeburt des Menschen. Von Dr. Rothschild? (Fortsetzung). Dies ist Hnch wohl der Gedanke des Freimaurertums, welches Gott den großen Baumeister des Weltalls nennt, der die moralische Welt in gleicher Weise schön und harmo lisch, friedlich und einig gestalten will, wie er es in der natürlichen Welt gethc n hat und thut. In gleicher Weise erklärt Der Talmud nach dem Bibelworte: „Groß soll der Friede deiner (Goltes-)Kinder sein (Jes. 54,13)". Gottes Kinder sollen gleichsam seine Werk- und Bauleute sein, um Friede und Eintracht in der Welt zu mehren, die Schönheit und Harmonie in der Menscheuwelt vollenden zu helfen. Der Talmud unterstützt diese Deutung durch eine hermeneutische Umlautung des Bibelworts: Banajich (Gotteskinder), Bonajich (Gottes Bauunjt) Werkleute). Auf- und Ausbau der moralischen Welt hauchte Gott dem Hftige göttliche Seele ein. Zu dem stofflichen Leibe kam die geistige göttliche Seele. Dafür gab er sein auf „unzerbrechlichen Stein mit göttlichem Finger geschriebenes" d. h. unveränderliches ewiges Sittlichkeit sge setz. Unveränderlich, und doch dem freien Willen der Menschen übergeben. Die Sittlichkeit beruht auf dem inneren Zwange des göttlichen Gesetzes, aber doch auf der freien Gesinnung und That des Menschen. Der Mensch soll nach dem Moralgesetz leben, aber er kann davon abweichen, anders handeln; er kann, aber darf nicht. Der Mensch hat einen freien Willen, ') Lehmann, die Rechtsverhältnisse der Juden in Sachsen. Petition an den Landtag zur Aushebung der mit 8 SS der Bersassungsnrkunde in Widerspruch stehenden Bestimmungen. Dresden 1969. S i ff.

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