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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1890-07-01 · Heft 7 (1.7.1890) · p. Seite 156

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
10 (1890)
Issue
Heft 7 (1.7.1890)
Date
1890-07-01
Page
Seite 156 (sequence 12)
Language
German
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nommen an Freud und j Leid, mit den Fröhlichen sich gefreut, die Trauernden ermutigt, wie Hot er, weit über seine Obliegenheiten hinaus, den Beamten ihr ' Amt erleichtert, ihre Stellvertretung übernommen, wie hat er bei frohem und schmerzlichem Anlaß in die Wohnungen auch der Aermsten erfrischendes, belebendes Wort, aufrichtigen! Trost gebracht! Ja, er war ein väterlicher Freund seiner Gemeinde und jedes Einzelnen. Wie wußte er beim frohen Mahle die Hochzeits- und anderen Familienfeste durch geistvolle, sinnige, vor allen gemütsergreifende Rede ziÜ weihen und zu verschönen, wie bei jedem Trauerfalle die Herzen aufzirichten! Wie teilnamSvoll hat er sich vor Allen immer der Armen und Hill slosen angenommen, wie hat er den Satz aus den Vatersprüchen erfüllt: Stellt riele Schüler aus. Wie so manche Schüler hat er — und noch bis zu seinem Heimgänge — namentlich für das Studium der von ihm hochgehaltenen Theo ogie umntgeltlich vorgebildet, wie sehr hat er beachtet und bewährt den Satz Gebet! Acht auf die Kinder der Armen, denn von ihnen geht die Lehre, d. i. die Bildung aus. — Und wie endlich hat er als Leiter und Lehrer in der Schule, erst der Gemeindevolks-, dann der Religionsschule, durch seinen klaren, fe selnden Unterricht Bildung gefördert, vor Allen aber freisinnige, wahrhafte, religiöse Anschauungen und Grundsätze den Kinderherzen eingeprägt, wie war ihm allzeit die Schule ein Lieblingskind, dem er sich widmete mit Aufbietung aller fei ter Kräfte, wie hat er in den herzigen Ansprachen an die Jugend, zum Lichterfeste in der Schule, zum Thorafreudenfest in der Synagoge, so ganz sein kindliches Gemüt erschlossen und vom Herzen zum Herzen gesprochen! Wie klar und g diegen, wie innig und sinnig waren sein Unterricht und seine Ansprachen für )ie Confirmanden. Das waren Alles nicht Worte, die verrauschen, sondern Saatkörner, eingelegt in die jugendlichen Herzen, znr schönen segensreichen Fr rchtentsaltung. — Durch einen Mann, einen Rabbiner, einen Lehrer, der so i em Ideale zustrebte, wird der Name Gottes auf Erden geheiligt, werden Juden rnd Judentum in ihrem Wert erkannt, gewürdigt, gefördert." Und an Dr. La ldau's Grabe erklang's, im Anschluß an das von ihm zusammengestellte Begräb nsritual unter der Äufschrift: „Liebe über's Grab. (Ahawas ne/.ach.) „Lieb' über's Grab, wie Du sie schön gelehrt, Lieb' über's Grab, wie Du sie treu bewährt, Wie Du allzeit sie übtest hier zum Segen, Strömt dankesvoll Dir immerdar entgegen, Lieb' über's Grab! Dein heiliges Vermächtnis! fiir wahren Dir ein liebendes Gedächtnis, nsterblich wird Dein Wirken und Dein Nanien Segnend in der Gemeinde leben! Amen! „Ihrem Gemeinde." stej dächtnis errichtest« festspenden. dritt Der Beer — beglücki seiner hundertst; waltende Einig e unvergeßlichen Oberrabbiner Dr. Wolf Landau die dankbare t auf dem Denkmal seines Erbegräbnisses. Die seinem Gee „Dr. Wolf-Landau-Stiftung" sichert armen Kindern Weihee Baumeister am Geistesleben der Gemeinde — Dr. Bernhard wünschte am 5. Februar 1861 den Gemeinderat zum Beginn n Sitzung „unter dem Ausdrucke der Freude über die in ihm it und den in der Hauptsache erhaltenen Bestand seiner Mit-

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