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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1890-07-01 · Heft 7 (1.7.1890) · p. Seite 154

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
10 (1890)
Issue
Heft 7 (1.7.1890)
Date
1890-07-01
Page
Seite 154 (sequence 10)
Language
German
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1541 — aus Die Oberrabbiners wurde, feierte Zacharias 3, den starren Was er schuf, wird nicht vernichtet, Nein, der Edlen Blick sich richtet Vorwärts auf des Fortschritts Bahn, Die der Meister kundgethan. Beschluß des Gemeinderats veröffentlichte Trauerpredigt des I)r. Landau, in der zugleich des Rabbiners Di-. Geiger gedacht Frankel als „Vater unserer Gemeinde" auf Grund des Textes Dich berufe ich, den Weg des besonnenen Fortschritts zwischen reinen anzubahnen. E; t Frankels Nachfolger ward!>>-. Landau. Der Gemeinderat wählte ihn (26. Juli 1854) vorläufig zum Stellvertreter des Oberrabbiners. Die Gemeinde sah auf Vorsck lag und Umfrage des Gemeinderats von öffentlicher Ausschreibung der Wahl (mi 100 . - 26 Stimmen) ab, der Gemeinderat von Probepredigten. Vielmehr schlug dieser der Gemeinde die DDr. Landau, Fasset, Hamburger vor. Die Gemeinde wählte (27. Dezember 1854) Ersteren mit 76 von 89 Stimmen. Ueber ein Me ischenalter hindurch hat Dr. Landau hier als Obcrrabbincr gewirkt, nach allen Richtungen hin, als Prediger, als Religivnslehrer, als Seelsorger, als Wchlthäter der Armen gleich segensreich und hochverehrt. König Albert erkannt! dies durch Verleihung des Albrechtordens erster Klasse an. „Das erste Drittel dieser Periode" — des ersten Halbjahrhunderts im Vorstande der israel. Religio lsgemeinde Dresden — „gehört der organisatorischen Thätigkeit Di-, Frankels, die zwei letzten Drittel hat Di. Landau mit gleicher Hingebung, Begabung und Begeisterung gewirkt."' » Wie innig er mit der Gemeinde und die Gemeinde nit ihm verwachsen war, das bezeugte am 31. August 1879 die ergreifende Stnagogenfeier seiner vierzigjährigen Lehrerthätigkeit und fünfundzwanzig jährige» Rabbiner-Wirksamkeit ihm, der, wie es in der Glückwunschadresie des Gemeinde! nts hieß: „unsrer Jugend Licht, unsern Glaubensgenossen Ehre, dem Judentum Würdigung, der Wissenschaft Förderung bereitet, der in Lehre, Gottesdienst und Wohlthnn allen ein treffliches Vorbild gegeben, der in den Herzen der Großen wie der Kleinen die Saaten des Edlen geweckt, sich der Armen und bedrängten unermüdlich angenommen und die liebevolle Verehrung seiner Gemeinöegenosse» errungen." In der Synagoge durfte ich im Namen des Gemeindexats an diesem Tage ihm zurufen: Als Wat Zacharias Frankel, — dessen Angedenken, Legen fortlebt — hin nach Breslau zog, eine Stimme nur in der Gemeinde: Nicht brauchen in der Ferne wir zu suchen, Nachfolger Frankels, würdig, ebenbürtig Kaich der nur sein, der längst in der Gemeinde Lehrer und Gelehrter sich bewährt hat, in dem! „Leben würdiger Rabbiner" eigenen Lebens Ideal geschildert. — — Ihre erste Predigt hat gezündet, der Gemeinde tröstend es verkündet, Als Der Des Und Hat Der ') Aus Das; sie gefunden hat in Ihnen würdigen, den tüchtigen Rabbinen. alten Akte», Dresden, Karl Tittmann 1886. S. X.

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