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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1890-04-01 · Heft 4 (1.4.1890) · p. Seite 80

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
10 (1890)
Issue
Heft 4 (1.4.1890)
Date
1890-04-01
Page
Seite 80 (sequence 8)
Language
German
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Aus bei Stelle bemerkend Antwort des, Dr. Frankel vom 8. Januar 1836 ist folgende wert: „Ehe td| verpflichtet, eine furchtsvollen D in der Billigung die ehrenvollste Brüdern in ein« der Staatsverwa Ministerii des Unter Menschheit beit höchste Lohn. Daß ich Unterricht und israelitischen Culi als diese Gemei i Verfügungen des zur näheren Beantwortung schreite, fühle ich vor Allem mich m hohen Kgl. Ministerio und einem löblichen Rat meinen ehrank an den Tag zu legen,t für das wohlwollende Vertrauen, das jener Wahl sich so geneigt ausspricht, und ich finde in diesem Aufforderung die Stelle; eines Religionslehrers unter meinen m Lande anzunehmen, wo echte Humanität sich in jedem Zweige ciltung ausspricht und die wahrhaft weise Fürsorge eines hohen Kultus mir einen der herrlichsten Wirkungkreise anweist, ii Schutze eines solchen hohen Ministerii etwas zum Wohle der ageü, ist das schönste Ziel, seine Zufriedenheit erlangen, der den Um destr s mein vorzüglichstes Augenmerk auf den religiösen die fromme Erziehung. der Jugend richte, und dem dortigen tus meine ganze Anstrengung ividme, ist um so unerläßlicher, de nun gleichsam ihre Regeneration feiert und durch die weisen hohen Minsterii zum Leben, zum Selbstbewußtsein gerufen wird. schwerer aber ist es mir, die Bedingungen anzugeben, unter denen ich obengedachte Stellung annehmen wollte. Zu wenig bekannt mit den Verhältnissen und dem Stande dieser Gemeinde muß ich mit Recht fürchten Manches vorzuschlagen, was vielleicht dort überflüssig, oder am Unrechten Orte sein könnte, wie denn überhaupt der Fremde bei solchen Gelegenheiten oft verlegen sein muß." Am Schluß seines Briefes bezog sich Dr. Frankel auf sein kurz zuvor an die Gemeinde-Aeltesten gerichtetes Schreiben, von denen er genaues Detail aller Verhältnisse und Bedingungen erwarte; hiernach werde er seine Anforderungen, bei welchen aber stets das Wohl der Gemeinde berücksichtigt bleiben solle, stellen. — Die Aelteste» bezeichneten den, Dr. Frankel in einem Briefe von 13. Januar 1836 vertraulich — denn es handelte sich zunächst nur um Vorschläge, die von der Gemeinde zu bewilligen seien — daß er 600 Thlr. Gehalt aus der Gemeindekasse beziehen und an Nebeneinkünften das übliche Honorar von jedem Bräutigam vor der Hochzeit (das bei Unbemittelten mindestens 1 Dukaten betrage) ferner die zu Neujahr und Purim üblichen Gaben, die sich auf 200 Thlr. jährlich berechnen und endlich eine sehr anständig eingerichtete Freiwohnung im Gemeindehause erhalten solle. Darauf erwiderte Dr. Frankel den Aeltesten (20. Januar 1836) unter Anerkennung „ihres frommen rastlosen Eifers, das religiöse Wohl der Gemeinde nach Kräften zu fördern": Sie hätten ihn zu dessen Bewerkstelligung berufen. „Wie weit — fährt er fort — mir ein solches gelingen werde, vermag ich als schwacher Sterblicher wohl nicht zu bestimmen, doch stelle ich es gern Dem anheim, der oft durch Kleines Großes vollführt und hege daher die Hoffnung, daß dem guten Willen einst auch ein herrlicher Erfolg entspricht." Frankel bt tont in diesem Briefe, daß wie er bereits dem Rat geschrieben, er sich den Unterricht und die fromme Erziehung der Jugend und die Beförderung des Cultuswesens zum Hauptziel setze und wünscht, „daß jenes schöne Gefühl, das in Ihrer Gemeinde bei der Aktienabnahme sich so trefflich beurkundete, bald seinen Lohn finden möge und eine gemeinschaftliche Synagoge zur

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