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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1890-04-01 · Heft 4 (1.4.1890) · p. Seite 76

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
10 (1890)
Issue
Heft 4 (1.4.1890)
Date
1890-04-01
Page
Seite 76 (sequence 4)
Language
German
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76 redlich gearbeitet, jenige, der am w>e wartet, gilt als selbst thut. DH frommen Könige Alle anders: Als er, vom König verbrannt nnd sich luste von Gott ny ihm Gott die Er! noch mehr zurück, mit dem König väi> habe nicht die Krcß seine Bitte und schb von seinem Gotte. Krieg zu führen, g verfolge du die “ Zeit, da sie anhuk halt wider die <T kommen, und sie während er ruhic während er schlafe wie. es heißt: „I, ihnen ab." dann kann er von Gott keinen Segen erwarten*). Nicht deren ig st en für sich thut, am meisten von Gottes Hilfe er- :r Frömmste, sondern derjenige, der am meisten für sich 's zeigt der Midrasch durch die Charakterzeichnung der vier Sei in Israel, nämlich: David, Aßa, Josafat und Chiskija?) weit überragend nimmt König David den ersten Rang ein. Achisch entlassen mit seinen Leuten heimkehrte und Ziklag aller seiner Habe beraubt sah, da verlangte er in seinem Berr die Weisung, ob er jenem Raubzuge nachsetzen solle. Als lsiubnis erteilte, verfolgte, erreichte er sie und eroberte alles und Nicht mehr so selbstvertrauend erscheint Aßa in seinem Kampfe i Kusch. Aßa betete damals zu Gott: „Herr der Weltlich t den König von Kusch zu verfolgen", und Gott erfüllte ihm ug die Kuschiin vor Aßa. Noch vielmehr verlangte Josafat Tr betete: „Herr der Welt, ich habe nicht Kraft mit den Feinden «schweige denn sie zu verfolgcnZaß uns daher hier ruhig stehen und einde" und Gott bewilligte ihm das, wie cs heißt: „Und zur en mit Ruf und Jubelgesaim, stellte der Ewige einen Hinterhne Amon, Moab und des!Berges Sei'r, die gegen Juda gerburdesi geschlagen." Wollte josafat Gott für sich kämpfen lassen, J zuschaute, verlangte Chiskla gar, daß der Sieg kampflos, ihm in den Schoß falle, und Gott gewährte ihm auch das, jener Nacht schlug Gott das Lager Aschnr, und sie zogen von (Forts, folgt.) Der Irühkingsmonal Mssan. I ~ Nachdruck Verbote». Ein Strahlenkranz lieblicher und lichtvoller Erinnerungen umleuchtet den Namen des Monats, Nissan. Frühlingshauch und Freiheitsjubel ' scheinen in ihm zu volltönendem Einklänge sich verschmelzen zu wollen, der Morgenhimmel unserer Vergangenheit rollt bei seinem Rufe vor den staunenden Blicken sich auf nnd über ihm sehen wir ihren ewigen Glanz erstrahlen, die Sonne der göttlichen Gnade, deren Licht Israel aus der Leidensnacht, die es in Egypten erleben mußte, hervorgezogen hat und aus seinen so vielverschlungenen Waiidernnge» durch die Zeiten und Länder stets seine Pfade erhellt hat, daß es nicht versank und untergieng in de» Finsternissen, die über chm ausgebreitet lagen!. Welch' ein verheißungsvoller Morgen, der Morgen des Tages, an welchem Israel frei auszog aus dem Lande seiner Knechtschaft, um nie wieder zu vernehmen den Sturmruf der ägyptischen Dränger, nie wieder zu tragen das Joch des Elends, das Jahrhunderte hindurch so schwer auf ihm gelastet hatte! Mutig und freudig betrat es die Bahnen der Freiheit, die setzt ihm geöffnet waren, immer weiter fortschreitend auf den Wegen des Heiles/ die in eine große Zukunft es hinausführcn sollten, immer höher emporstrebend zum Lichte, zum Ziele seines erhabenen Berufes. ‘) Tauch. Gni c. 31, 42; -) M. Tillim. c, 79.

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