Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 6 (1886)
- Issue
- Heft 11 (1.11.1886)
- Date
- 1886-11-01
- Page
- Seite 260 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2969669-2969919-2969931--1809-2976423- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
— 260 — Von Herrn Dr. Schreiber in Californieu, früher Rabbiner in Bonn, wird demnächst eine „Geschichte der Juden unserer Zeit" erscheinen. — Von Z. Kleek's Einleitung in das alte Testament ist die fünfte Austage, von I. Weithansen herausgegeben, erschienen. (Berlin, G. Reimer.) — Herr Senior Aosrf Kakamoly aus Korfu hat jüngst „die Sprüche der Väter" in die neugriechische Sprache übersetzt und das Werk dem Kronprinzen von Griechenland gewidmet, wofür ihm derselbe ein Dankschreiben zusandte. — Herr f. Iupnik, Hörer der Rechte in Lemberg, hat unter dem Titel „Zasady Zydow" das Buch „die Gesinnungstüchtigkeitder Juden" von Joseph Kitter von Wrrtheimer ins Polnische übersetzt. Den Juden in Galizien und Polen hat er damit sehr gedient, weil durch die Lektüre derselben Vorurteile über Juden und Judentum beseitigt werden. — Von Herrn Dr. Adolf Neubauer in Orford ist erschienen „Katalog der hebräischen Handschriften in der Bodleian'schen Bibliothek zu Oxford." In demselben werden 2602 Codices, zumeist hebräische, von denen jeder einzelne oft niehrere Werke umfaßt, beschrieben. — Referate. ' Die Bibel und die neueren Entdeckungen in Palästina, in Ägypten und in Assyrien von F. Vigouroux, Professor von Saint-Sulpice, mit 124 Plänen, Karten und Illustrationen nach den Monumenten von Abbe Douillard, Architekt. Autorisierte Uebersetzung nach der vierten verbesserten und vermehrten Auflage von Joh. Ibach, Pfarrer von Vilmar. 3 Bde. Mainz, Franz Kirchheim 1885—1886. Der Verfasser hat sich die in höchstem Maße dankenswerte, aber auch überaus schwierige und umfangreiche Aufgabe gestellt, die weiten, zumeist erst in neuerer Zeit entdeckten und zugänglich gemachten Gebiete der ägyptischen und assyrischen Altertumskunde zum Zwecke der Aufhellung der in dem biblischen Schrifttume aufbewahrten historischen Traditionen zu durchforschen und soweit solche hiezu dienlich sind, auch die Entdeckungen, die wir den Palästina-Reisenden zu verdanken haben, hiefür zu Hilfe zu nehmen. Die Litteratur der semitischen und ägyptischen Archäologie ist bereits bis ins Unübersehbare angewachsen. Das Material, das in dieser Wissenschaft uns dargeboten wird, muß, da umfassende und zuverlässige Spezialwerke nicht vorhanden sind, aus zahlreichen Monographien und Zeitschriften mühsam zusammengesucht werden und dann hat man, wenn man sich über einen Gegenstand schon hinlänglich orientiert hat, noch die verschiedenen Meinungen, die von den Fachgelehrten über denselben ausgesprochen wurden, zu prüfen, um zu einem einigermaßen klaren Urteile und sicheren Ergebnisse zu gelangen. Nur die liebevolle Begeisterung für Religion und Wissenschaft, von der der gelehrte Verfasser beseelt ist, konnte ihn dazu ermutigen, im Dienste beider diese Arbeit zu unternehmen, die eine unermüdliche Ausdauer und eine auch unter der schweren Last verworrener Notizmassen nicht erlahmende geistige Kapazität erfordert. Unter strenger Wahrung seines Standpunktes als katholischer Christ, von welchem aus die Bezweiflung der in der heiligen Schrift enthaltenen Erzählungen ausgeschlossen ist, hat es der Verfasser doch mit demselben für vereinbar gefunden, „eine streng UM» A*