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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1886-10-01 · Heft 10 (1.10.1886) · p. Seite 233

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
6 (1886)
Issue
Heft 10 (1.10.1886)
Date
1886-10-01
Page
Seite 233 (sequence 17)
Language
German
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— 233 — Herr De. Haffner, besuchte anläßlich seiner Einführung iNS Amt auch den Rabbiner der dortigen israelitischen Gemeinde, Herrn Dr. Lalfeld. — Am 8. Juli wurde in Cotberg das Denkmal des Sanitätsrathes Dr. Hirsthfeld feierlich enthüllt. Reden hielten aus diesem Anlasse die Herren ». Buggenhagr». Rabbiner Dr. Goldschmidt, Stadtbaurath Kachsmann. Auf der Vorderseite des Denkmals steht: Sanitätsrath Dr. Hirschfeld zum ehrenden Angedenken — dem aufopfernden Arzt und Menschenfreunde, dem hochverdienten Mitbürger gewidmet von seinen Freunden und Verehrern. Auf der Rückseite: Errichtet am 8. Juli 188 6. — Am 8. August starb in Kresla« der dortige Rabbiner Herr Krdaljah Tiktin. In letzterer Zeit wurden ihm zu weit gehende Concessionen bei Organisation der Gebetordnung in der Storchsynagoge von den Orthodoxen übel vermerkt. Wie sich die Zeiten ändern! — Am 24. August starb in Dresden der Oberrabbiner der dortigen Gemeinde, Herr Dr. Wolf Landau, geb. am 1. März 1811 in Dresden, seit 1854 Rabbiner daselbst als Nachfolger Dr. Zacharias Krankels. Von ihm sind verschiedene wertvolle Aufsätze -in Frankel's Zeitschrift für die religiösen Interessen des Judentums erschienen und viele einzelne Reden. — Vor Kurzem starb in Berlin der bekannte Gelehrte A. H. R. Hieftnthal, der in den dreißiger Jahren sich taufen ließ. Er trat stets für seine Stammesgenossen ein und wurde für die englische Judenmission gewonnen, in welcher Stellung er dauernd verblieb. Auf den Universitäten Oxford und Cambridge besorgte er als Missionär hebräische Uebersetzungen, machte Talmudstudien und verfaßte theologische Schriften. Seine beste Arbeit ist „Das Trostschreiben des Apostels Paulus an die Hebräer", wie er seinen Hebräerbrief betitelte. — In Kerlin wurde am 2. August Herr Prof. Krouecker, ein Jude, zum Dekan der philosophischen Fakultät erwählt. Herr Prof. Dr. Cohn in Heidelberg hat vom Japanischen Ministerium unter glänzenden Bedingungen einen Ruf an die juristische Fakultät in Tokio erhalten. — Herr Privatpatent Dr. Pcingsheim wurde zum außerordentlichen Professor an der Universität in München ernannt. Er ist dort der erste Jude, der eine Profesiur bekleidet. — In Mvnstermaiftls wurde am 9. Juli die neue Synagoge eingeweiht. — In Atendol wurde am 3. August der Grundstein zu einer neuen Synagoge gelegt. Der Vorsteher der jüdischen Gemeinde, Herr Banquier Meyer, hielt an die Versammlung eine Ansprache (vgl. Altmärkisches Intelligenz- und Leseblatt Nr. 179). — In einem der Häuser der Papenstraße in Berlin, die nunmehr zum Abbruche gelangen, wurden, in eine Wand eingemauert, mehrere Schlagbäume gefunden, mit denen sich, wie eine Inschrift besagt, die kgl. Haupt- und Residenzstadt am Abend gegen die Juden abschloß. — Am 28. August wurde in Cöln das fünfundzwanzigjährige Bestehen der neuen Synagoge festlich begangen. — Am 14. Juni fand in Hannover die Versammlung des Vereins jüdischer Lehrer der Provinz statt. — Unter Beteiligung von 46 Lehrern tagte am 13. und 14. Juni in Bochum die Generalversammlung des Vereins isr. Elementarlehrer Westfalens und der Rheinprovinz. — I» Aekchen- Ijatt wurde ein Verein zur Unterstützung mittelloser Kurgäste isr. Konfesiion ins Leben gerufen. — In Liffa ist eine wohlthätige Stiftung unter dem Namen 8. $. 8. Leoyfohn-Ktiftung gegründet worden. Das Kapitalvermögen dieser Stiftung beträgt 10300 Mk. und hat den Ziveck, mit den Zinsen desselben jüdische Zög? linge, namentlich Seminaristen, im Studium des Talmuds und der anderen rabbinischen DiSciplinen zu unterstützen. — Der dritte Rechenschaftsbericht für das Achr 1885 des „Penstonsfond für israelitische Lehrer, Kantoren und deren Relikten 20

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