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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1886-10-01 · Heft 10 (1.10.1886) · p. Seite 232

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
6 (1886)
Issue
Heft 10 (1.10.1886)
Date
1886-10-01
Page
Seite 232 (sequence 16)
Language
German
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232 Büchern überzeugen. Weil aber diese Autores selber der Juden Bücher nicht gelesen hatten und o!uch wol zum Teil in ihrer Sprache nicht lesen konnten, haben sie sich nicht geschämt mancherlei Lügen zu setzen, als sollte dieses oder jenes in diesem oder jenem Buche stehen, welches sich doch in Wahrheit viel ■ anders befindet. Darum es auch vielmehr zur Stärkung des jüdischen Glaubens, als zu dessen Vernichtung dienet, daher sie nicht unbillig von den Juden verlacht werden." ' „Was soll dies nützen, daß man sie überreden will, es stehe dieses oder jenes in ihren Büchern, welches ihnen und ihren Büchern aufgedichtet wird? Daraus sie dann die. Gedanken schöpfen, unsere ganze Religion sei auf Lügen gegründet." „Die Gelehrten, welche an und wider die Juden schreiben wollen, müssen auch das Papier nicht mit Schelt- und Lästerworten füllen, müssen auch nicht jedem Geiste, welcher dieses oder jenes von ihren Büchern sagt, Glauben geben, sondern ihre Bücher selber lesen." „Die Autores haben entweder den Talmud nicht gehabt, oder Hu nicht lesen noch verstehen können." t Seite 161. Hier möchte einer nicht unbillig fragen: „Wo blewt dann die Liebe des Nächsten; hat doch Gott im alten Testament gesagt: Du sollst deinen Nächsten lieben, als dich selber?" Dieses verantwortet der Talmud und spricht also: „Wenn einer des Todes schuldig wäre, sollen die Richter zusehen, daß sie ihm einen schönen und leichten Tod zuerkennen, wie geschrieben steht: Du sollst deinen Nächsten lieben als dich selber." , S. 418. „3t Menachem schreibt Taame mizwoth fol. 5: Das Gebot von der Liebe des Nächsten greift sehr weit um sich." „Der Wuchtt ist wider die Lehre des Talmud, (Labs, mezia fol. 5), da er schreibet: Wer sein Geld auf Wucher ausleihet, der hat mehr Schaden als Nutzen." „Don Isaak Abarbanel schreibt: Es heißt nicht jeder ein Fremdling, welcher nicht aus jüdischem Samen ist, man soll auch insbesondere den Samen Edoms keinen Fremdling schelten. Denn er wird Bruder genannt, wie geschrieben stehet: Deut. 23, 7. Den Edomiten sollst du nicht verachten, denn er ist dein Bruder und wird begriffen in dem Gebot: An deinem Bruder inagst du nicht wuchern. Desgleichen auch Jsmael und die anderen Völker werden auch nicht mit dem Namen Fremdling genennet." Wona 1 sschau. Herr vr. $. Lrvi, Rabbiner in Gießen, der bereits vor sieben Jahren sein fünfzigjähriges Amtsjubiläum gefeiert hat, begeht am 14. Oktober d. I. feinen achtzigsten Geburtstag. Er ist der älteste staatlich angestellte noch in voller amtlicher Thätjgkeit befindliche Rabbiner Deutschlands. — Herr Dr Grünebaum in Landau istmrcht, wie Seite 209 berichtet wurde, 1803 st»ndern 1807 geboren. — In Anke wurde Herr vr. Mgnther zum Rabbiner gewählt. — Die Rabbinen Jfeuij in Mernay und Areqfuß in Zabeyi» beide über 50 Jahre im Dienste, erhielten den Kronenorden 4. Klasse. — Der neue Bischof von Mai«;,

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