Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 6 (1886)
- Issue
- Heft 9 (1.9.1886)
- Date
- 1886-09-01
- Page
- Seite 208 (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
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208 — nicht nur besser, sonderü blitzende Diamanten griechische» und römischen aden Worte, die sowohl und natürlich erklären, chaldäischen Sprache, die und lückenhaft dastehen w auch weiser und gelehrter machen, und die wie die hebräische Litteratur nicht weniger zieren als jene Floskeln ihre Sprache schmücken; er enthält viele Myriin den heiligen Schriften selten gebräuchlichen beleuchten auch überhaupt den Gebrauch der ganzen hehr, und bei ihrem großen Mangel .... an Worten verstümmelt ürde, außerordentlich ergänzen und vollkommen machen." di,! als daß engl. Rechtslehrer, berühr Salvinton (Pococke: his (Dissort. de decim;is\ lehnt habe .... „Wegf Kirchenväter Origines, C nymus mit den Hebräern von diesen haben." .• Professor und Vicekanzler kirche zu London, bdrühnft, „Uorae hehraicae et 1, ' Johann Seldavns uter Parlamentsredner und Polyhistor, geb. 1584 in eruditione aimed at universal Scholarship) bemerkt ~ er vieles von sehr gelehrten Lehrern der Hebräer entn des großen Nutzens der jüdischen Bücher haben die emens, Alexander, Eusebius, Chrysostomus und Hiero- Umgang gepflogen und eingestanden, daß sie Alles Johann Lightfoot der Universität Cambridge, Prediger der Bartolomäus- :« Orientalist, geb. 1602, schreibt in seinem Werke: ajlmudicae“, Leipzig 1675, S. 173: „Da alle Bücher des Neuen Testamentes von Juden, unter Juden unh.für die Juden geschrieben, und da alle Reden, welche darin Vorkommen gleicherweise von Juden und vox Juden gehalten worden, so war ich davon als von einer unzweifelhaften Thatsache überzeugt, daß die Schriften des Reuen Testamentes , in Styl, in den Redeformen und der Redeweise überall den talmudischen Schriften ähnlich sein müssen. Ich zog daraus zweitens den sicheren Schluß, daß die dunkeln Stellen des Neuen Testamentes, deren es recht zahlreiche giebt, am besten und natürlichsten erklärt werden, wenn man ermittelt, in welchem Sinne die betreffenden Redensarten nach der Meinung derer, welche sie vortrugen, als derjenigen, welche sie anhörten, verstanden werden. Da dies auf. keine andere Weise erforscht werden kann, als dadurch, daß man die talmudischen Autoren heranzieht, widmete ich mich dem Studium dieser Werke und überwand alle Hindernisse, um einen vollständigeren und tieferen Begriff von den Gedanken und der Sprache der Schriften des neuen Bundes zu gewinnen." „Wenn man an das Studium dieser Werke geht, kann zunächst der schlechte Ruf dieser Autoren zurückschrecken, da sie bei allen einen schlechten Leumund haben." i— — „Sieleiden ferner an dem besonderen Mißgeschick, daß auch Ungelesenes mißfällt und getadelt worden, ja daß diese Autoren bei weitem am meisten getadelt worden sind von denen, welche sie nicht gelesen haben." „Thätsächlich gielit es keine Literatur, welche den Leser mehr erschrecket und ermüdet, aber auch keine, welche ihn mehr anlockt und entzückt; nirgends findet* man eine gleiche Weitschweifigkeit, allein aus keinem Studium zieht man einen größeren oder auch nur ähnlichen Nutzen."