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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1886-08-01 · Heft 8 (1.8.1886) · p. Seite 186

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
6 (1886)
Issue
Heft 8 (1.8.1886)
Date
1886-08-01
Page
Seite 186 (sequence 17)
Language
German
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166 vielleicht etwas zu früh unternommenen und daher leider zu früh eingegangenen „Zeitschrift für die Wissenschaft des Judenthums" versucht wurde —, ist nicht vorhanden, aber dennoch in unserer vorzüglich in Bezug auf's Judenthum zerrissenen, aber nach Mnheit strebenden Zeit so sehr nöthig, wie auch der geistvolle Rießer schon darauf aufmerksam geniacht. Alle bessern echt wissenschaftlich Gebildeten unter den Juden müssen hierin zusammen wirken; ich erlaube mir daher auch Sie zur Theilnahme an einer solchen äufzufordern, da ich die Ueberzeugung habe, daß die geistige Förderung Israels Ihnen am Herzen liegt und dazu beizutragen in Ihrer Macht liegt. Ich sehe daher einer gütigen Erklärung hierüber von Ihrer Seite mit um so größerer Zuversicht entgegen, als dies wohl auch der beste Weg ist, auf welchem der von Ihnen gütigst ausgesprochene Wunsch fernerer Beziehungen erfüllt werden kann. ' ^ic die Versicherung der ganz besonderen Hochachtung, mit Genehmigen welcher ich bin Ihr ergebenster Abraham Geiger, Rabbiner. o n a 1 s s ch a u. In Lyck starb am 21. Mai um 4 Uhr Nachmittag im Alter von 54 Jahren Herr David Gordon, Redakteur des „Hamagid", aus Srrhai in Polen stammend. Derselbe war seit der Gründung des Blattes (vor dreißig Jahren) schriftstellerisch thätia. Er redigierte nebstdem noch die „Lycker Zeitung". Ani 23. Mai wurden se ne sterblichen Reste unter großer Beteiligung von Juden und Nichtjuden zur letzten Ruhestätte geleitet. Herr Prediger ÄaKod Haas» hielt an seinem Sarge eine ergreifende Rede. Der Sohn des Verstorbenen, Herr A. K. Kardan hat die Redaktion des „Hamagid" übernommen. — Ende Mai starb in Basel der frühere Württembergische Rabbiner M. Mwengard-Kalem, geboren 1812 zu Beringen bei Horb. Er besuchte in Gemeinschaft mit Kerthold Auerbach die Talmudschule zu Hechingen, das Gymnasium zu Stuttgart, frequentirte dann die Universitäten Tübingen, Heidelberg und München. Hier zogen ihn die Vorträge des Naturphilosophen Schelling mächtig an. Nach Absolvierung seiner Studien bekleidete er die RibbinateiHertichingrn, Jebenhausen und Kchrenfteinfeld. Durch die Lehren Schelliig's, über dessen Philosophie er auch einige Monographien schrieb, kam er in einigen Konflikt mit seinem seelsorgerischen Amte. Er legte das Rabbinat nieder und verbrachte seine letzten Lebensjahre in Kasel. — Dir Samsonschule in Wolfenbüttel feierte am 3. und 4. Juni den Tag ihres hundertjährigen Bestehens; Am 3. Juni wurden die Gräber des Stifters Philipp Samson, des Inspektors Ehrenberg und seiner Gattin bekränzt. Herr Direktor tlolrnliock hielt am Friedhofe eine Rede. Am 4. Juni fand eine Feier im Gotteshause statt, woselbst Herr Landesrabbiner Dr. Mlf aus Krauuschweig die Gedächtnisrede hielt. Hieran schloß sich noch ein Festactus in der. Aula, ein Festdiner und Schauturnen. — Am 14. Mai fand in Memel die feierliche Grundsteinlegung zu einer neuen Synagoge statt. Herr Rabbiner Dr. Kütf hielt die Festrede. — Am 25. Mai waren 25 Jahre verstrichen, seitdem die Synagoge in Stuttgart eingeweiht wurde. Aus diesem Anlasse fand ein FestgotteSdicust statt. Herr Oberkirchenraf Dr. v. Wassermann schilderte in einer Rede die Bedeutung iL

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