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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1886-08-01 · Heft 8 (1.8.1886) · p. Seite 178

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
6 (1886)
Issue
Heft 8 (1.8.1886)
Date
1886-08-01
Page
Seite 178 (sequence 9)
Language
German
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— 178 von Dr. S. Friedländer Blilvn und Leipzig 1850. M. Friedländer Brilon Kommission H. Hunger in Leipzig) erschienen. Man findet in ihnen den freien Aufschwung der damaligen politisch bewegten Zeit wieder. Die Einheit Deutschlands, die freiheitliche Entwicklung des Judentums machen den Hauptinhalt der schwungvollen Gebete am Ende der Predigten aus. Friedländer war ein wahrer Held der Reform. „Dem Prinzip der Reform, in dessen Durchführung ich das einzige Rettungsmittsl' für die zerfahrene Judenheit erkannt habe und erkenne, blieb und bleibe ich treu trotz aller Widerwärtigkeiten und bittren Erfahrungen. Mit heiligem Eifer uttd rüstiger Thatkraft habe ich die Sache der entschiedenen Reform unausgesetzt verfolgt, und, Gott Lob, mit gutew Erfolge für dieselbe Kämpfe bestanden, von deren Größe und Heftigkeit Viele, die dem Judentum und der Masse so fern stehen, in ihrem Dünkel uud ihren Glaceehandschuhen keinen Begriff haben." .So spricht ein Reformer von echtem Schrot und Korn! In der Widmung der „Propheten" an Prof. Haindorf, sagt er: „Haben Sie nicht, wie Samuel eine Schule gegründet, aus welcher Propheten, di. Lehrer der Wahrheit und der Liebe für Israeliten hervorgeheu sollen?" Beherzigenswerte Worte für jeden israelitischen Lehrer! Leider sollte der mit so ungewöhnlichem Glanze hervorstrahlende, unter den freien Verhältnissen seiner nächsten Umgebung, unter einem Hellwitz, dem er die Predigten der Reformgemeinde widmete, und einem Haindorf so viel versprechende, jugendliche, für alles Hohe und Edle erfüllte Geistesheld nicht lange die Früchte seiner segensreichen Thätigkeit genießen. Anfangs der Uünfziger Jahre wanderte er nach Amerika aus, nachdem er sich vorher in Hannover mit Louise geb. Wolffers, der noch in Dresden lebenden Wittwe, verheiratet hatte. Eine Zeitlang lebte er in Broklin und Chicago als Arzt und in letzterem Orte auch als Prediger der Gemeinde. In Chicago starb er nach kurzer Zeit/ Seine junge Frau nahm seine Leiche mit nach New-Iork, und als sie später mit ihren Kindern nach Deutschland zurückkehrte, wurde die Leiche mit nach Brilon genommen, um in heimatlicher Erde bestattet zu werden. Wir schließen den Lebensumriß des so früh für Wissenschaft und fortschrittliches Streben im Judentum Dahingeschiedenen, der in dem so kurz gemessenen Dasein einer sich am Licht verzehrenden Ephemere so Großes und Wertvolles geleistet hat, mit den Worten Rudolf Gottschalls am Sarge Friedrichs v. Sallet: Es haßt der Tod des Lebens echte Söhne, Des Dichter Jugend Blüthenüberschwang! Er macht zum Grablied Freiheitjubeltöne, Zum Schwanenlied den Auferstehungssang!"! N. Heine. Aber die Bortrag gehalten ihr Casino-Saale in Mannheim von Rabbiner Dr. Steckelmacher. M e n a ch e arm. Schon Chashi daß nicht Nahrungss Wäcenttät in der jüdischen Geschichte. (Schluß. 1 , in 6. Saruk (geb. 910 gest. 970) war von Haus aus »ai's Vater Isaak hatte ihn jedoch edelmütig davor bewahrt, sorgen seinen Geisteskeim erstickten. Sein großer Sohn aber

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