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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1886-07-01 · Heft 7 (1.7.1886) · p. Seite 160

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
6 (1886)
Issue
Heft 7 (1.7.1886)
Date
1886-07-01
Page
Seite 160 (sequence 16)
Language
German
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w «»WWW »MWWWW — 160 Mit dieser Auffassung der geschichtlichen Entstehung der großen Erscheinung des Christentums muß jeder Gegensatz zwischen Jndentnm und Christentum schwinden und ist hierdurch die Versöhnung gegeben. Was Moses für sein Volk war, das ist Ehristus für die Menschheit geworden; liegt aber darum ein Grund vor, die Spuren seines Ursprungs za verwischen, weil man die Verdienste Jesus Ehristns um die Menschheit anerkennt'? Diese ineine Auffassung ist durchaus keine vereinzelte. No. 3 1886 der populär-wissenschaftlichen Mouatsblätter zur Belehrung über das Judentum für Gebildete aller Konfessionen S. 60 gelegentlich der Reeension des Romanes „die Sebalds" heisst es: Ehristns ist eine jüdische Erscheinung, die der Jnde voll für sich in Anspruch nehmen kann und somit hat er an dem Siege des Christentums/ soiveit es solchen der Religion verdankt, gewiß vollgültigen Anteil. Und so schließe ich denn, hochgeehrtester Herr, mit dem im November 1880 von hervorragenden Männern und Geschichtsforschern (wie Rektor der Universität Hoffmann, Professor Momnisen, Dropse») erlassenen Aufruf: „An dein Vermächtnis Lrssings rütteln Männer, welche auf der Kanzel, wie ans dem Katheder verkünden sollten, daß die Kultur die Jsolirung eines Volkes überwunden hat, welches einst der Welt die Verehrung des einzigen Gottes gebracht hat." Schweidnitz, den 18. Mai 1886. ör. Rose »zweig. König!. Preuß. Oberstabsarzt a. D. W o n a 1 s f dj a u In Wöllstein wurde Herr Levi Härter zum Prediger erwählt und Herr K. Lauda» zum Stiftsrabbiner in Hannover. — Am 28. April starb in Stephansleid Herr l>r. Hcrnhard Prirdmaii», früher Rabbiner in Mnktl .und Mannheim. — Herr Dr. Leopold 3iin; hat sein Verniögen, 200,000 Mk., seiner 65 jährige» Nichte hiuterlassen. Herr D,' Hirschstei» soll gegen Entgelt die hinterlassene Bibliothek katalogisieren, tvelche dann öffentlich verkauft wird. Der Samsonschnle in Wolfenl'iiHrl vtjat Z„„z 600 Mk. überwiesen. — Herr Morih Hohr in polen hat der jüdisthen Gemeinde daselbst 100,000 Mk. als Grundstock zur Errichtung eines „Indischen Kranken-und Siechcnhauses" übergeben. — Die „Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums" in Berlin hat ihren vierten Bericht veröffentlicht. Voran geht eine gediegene Arbeit von dem Dozenten der Anstalt, Herrn Dr. Joel Müller, „Briefe und Responsen in der vorgaonäischen jüdischen Litteratur". Die Zahl der Hörer im letzten Semester betrug 25. Die Herren Dr. Leuy und De. Welver erhielten Anstellungen, elfterer als Rabbiner in Göttinge», letzterer als Rektor in Kothenbnrl;. — Der Uaphtali-Epsteiii-Perei» zur Ünterstütznng ^kranker Lehrer und Lehrerwittweil versendet seinen Bericht über das vergangene Jahr 1885. _ Sechs Lehrerwitwen und sechs teils kranke, teils bedürftige Lehrer erhielten zusammen Unterstützungen im Betrage voll 1823 Mk. .50 Pf. Vorsitzender des Vereins ist Herr I. Scherer in Frankfurt a. JM., an den Gesuche wegen Unterstützung -zu richten sind. Haben sich auch die laufenden Einnahmen , gehoben, so ist es immer noch nicht dahin gekommen, herailtretende gerechtfertigte Gesuche entsprechend berücksichtigen zu können. Hoffen wir, daß dem Vereine

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