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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1902-11-01 · Heft 11 (November 1902) · p. Seite 249

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
22 (1902)
Issue
Heft 11 (November 1902)
Date
1902-11-01
Page
Seite 249 (sequence 9)
Language
German
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249 Ziegeln, an einem der Fenster steht ein Arbeitstisch, darauf die Geräte, die er benutzte. In einem Bücherschrank werden die wertvollen Bücher — des Meisters Werke aufbewahrt. In diesem Raum schrieb Spinoza einen großen Teil seiner Werke. Ein Komitee, an der Spitze Herr V. Meyer aus Haag, hat sich gebildet, um alles, was mit Spinoza in Beziehung stand, zu sammeln und das Rijnsbürger Haus, welches das Mekka aller Bewunderer des großen Philosophen des 17. Jahrhunderts geworden ist, in Stand zu halten. Gin Worfchtag zum Ankauf H*aLMinas. „Pearsons Magazine" bringt in seiner September-Nummer einen Artikel von Arthur Smedley Greene, aus welchem wir folgende Stellen reproduciren: „Wie widerspruchsvoll ist es, daß das heilige Land, in dem Christus geboren worden ist, wo er lebte und starb, unter der Controlle eines arglistigen, abergläubischen und barbarischen Volkes sich befindet! Das ist eine traurige Thatsache, ungeachtet dessen, daß wir dem Christentum den reichen Segen unserer gegenwärtigen Civilisation, des Fortschrittes und der Erleuchtung verdanken. Unter dem blauen orientalischen Himmel gelegen, mit einer rühmenswerten Ueppigkeit des Baumwuchses ausgestattet, reich an köstlichen Früchten und herrlichen Blumen, und im Ueberfluß gesegnet mit reichen natürlichen Hilfsquellen, ist Palästina augenscheinlich von Natur aus bestimmt, das Paradies der Welt zu sein. Was aber ist heute Palästina? Ein durch mohamedanische Mißwirtschaft verwüstetes Land; ein Land von Vagabunden und Bettlern, welche die Reisenden und Pilger ausrauben; ein Land mit schlechten Wegen und schmutzigen ungeschotterten Straßen. Mein Vorschlag geht nun dahin, einen neuen Kreuzzug zu beginnen, der in Uebereinstimmung ist mit Christi Lehren und dem modernen Rechtsgefühle. Es muß ein Kreuzzug mit Hilfe von Geldmitteln sein, welche von den christlichen Völkern der ganzen Welt zum Zwecke des Ankaufes des heiligen Landes beigesteuert werden sollen. Eine Vereinigung christlicher Männer und Frauen ohne Unterschied des Glaubens und Dogmas, die sich zu diesem Zwecke bilden würde, könnte aus dem Chaos, das durch Rückschritt und fortschrittsfeindlichen Fanatismus verursacht ist, eine Republik zu Ehren Christi erstehen lassen; könnte die berühmten biblischen Stätten wieder erstehen lassen zu bedeutenderer als ihrer alten Größe und das ganze Land durch Infusion unserer westlichen christlichen Civilisation regenerieren. Es ist mir geglückt, verschiedene reiche Leute für das Palästina-Ankaufs- Projekt zu interessieren. Sie haben mir die Zusicherung finanzieller Unterstützung gegeben und werden gestatten, daß ihr Name genannt wird, wenn eine eigene internationale Gesellschaft zum Zwecke der Aufbringung der nötigen Mittel organisiert sein wird. Die Christenheit ist fabelhaft reich. Von ihr fließt Geld gleich Wasser für jede irgendwie würdige Sache und wenn erst die Christen der ganzen Welt

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