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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1902-10-01 · Heft 10 (Oktober 1902) · p. Seite 239

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
22 (1902)
Issue
Heft 10 (Oktober 1902)
Date
1902-10-01
Page
Seite 239 (sequence 24)
Language
German
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Schein besucht (S. 11). Er verfaßte einige Werke, welche bei den Chaffidim zwar hohes Ansehen genießen (S. 21), in der modernen Wissenschaft aber kleinen Applaus geerntet haben (Jost a a. O., S. 188). Czarnobler hinterließ zwei Söhne und eine Tochter (S. 30), deren Familienleben Horodezky bis zur Gegenwart mit Fachkenntnis in vorliegendem Hefte beschrieben hat. Ganz anderes bietet die im Jahre -1901 zu Drohobicz erschienene hebräische Schrift „Tvläoth Mitpachath 8<rt«>r" (Verlag I. Kauffmann, Frankfurt a. M., gr. 8° 22 S.) von B. Friedberg. Der Verfasser stellt sich in diesem Büchlein die Aufgabe, die Geschichte der Familie Schor, ihr Leben und literarisches Wirken von der Mitte des XV. Jahrhunderts bis auf die Gegenwart darzustellen. Ihr Stammbaum reicht bis an R. Joseph B- Isaak Bchor Schor aus Orleans (S. 85). Der Erste, der von Genanntem abstammte, war R. Chaim Schor, Vater des Mose Zalman Schor, der später (in Elsaß?) lebte, woselbst sein Sohr« R. Naftali Hirsch Schor geboren wurde. Naftali Hirsch war noch jung, als er seinen Geburtsort verließ, nach Krakau kam, wo er sich in der berühmten Schule des R. Mose Jsserles (gest. 1573) in der talmudischen Literatur ausbildete und erst nach einiger Zeit nach seiner Geburtsstadt zurückkehrte. Bon 1558 finden wir ihn in Brisk (Rußland) und später gingen aus seiner Schule in Lublin der Verfasser des Werkes „Bajit Chadasch“ R. Joel Sirks (gest. 1648, sein Kommentar über „karäos Rimonim“ liegt handschriftlich in der Oppenheimer» scheu Bibliothek, siehe G. B. de Ross! „Histor. Wörterb." Leipzig 1839, S. 297), und R Saul B. David, der das Werk „Tal Oroth“ verfaßt hat (S. 6), hervor. Noch beim Leben war R. Naftaly Hirsch angesehen und seine Gelehrsamkeit bekannt. Er ist 1587 gestorben und hat drei Söhne und vier Töchter hinterlassen. Sein ältester Sohn, R. Abr. Chaim Schor, veröffentlichte 1604 das „Tvrath Chaim“ in Lublin, wurde dann Rabbiner in Satuow, von wo aus er wahrscheinlich 1624 die zweite Auflage seines Werkes besorgte. Nachher war er auch in Bels (unweit Lemberg) und ist am 9. Schwat des Jahres 1632 gestorben. Nach seinem Tode 1634 wurden die ungedruckten Ergänzungen seines „Thorat Chaim" veröffentlicht. Als zweiter Sohn des R. Naftali Hirsch wird genannt R. Efraim Kalman Schor, der 1614 in Horodna (Rußland) als Rabbiner fungierte und 1615 in Lublin sein Werk „Tvuat 8vhor" edierte (S. 9). Er ist 1634 gestorben. So versteht es der Autor Reih' und Glied dieser gelehrten Familie historisch zu verfolgen und der jüdischen Literatur ein nützliches Büchlein zuzuführen. H- Kahan. M. A. Klausner. Die Gedichte der Dibel in deutscher Sprache. Mit Buchschmuck von Judith Klausner. Berlin N. W. Verlag von S. Calvary & Co. 1902. Preis 6 Mark. Im Jahre 1852 schrieb Heine über die Bibel: Es ist ein altes, schlichtes Buch, bescheiden wie die Natur, auch natürlich wie diese; ein Buch, das werkeltägig und anspruchslos aussieht, wie die Sonne, die uns wärmt, wie das Brod, das uns »ährt; ein . Buch, das so traulich, so segnend gütig uns anblickt wie eine

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