Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 22 (1902)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1902)
- Date
- 1902-10-01
- Page
- Seite 234 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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enthält die stenographischen Protokolle und die Beschlüsse des IX. Gemeindetages und des II. Berbandstages, welche am 23. Februar d. I. in Berlin abgehalten wurden, die Konstitnirung des Ausschusses, ferner Artikel über die Fürsorge- Erziehungsanstalt für Mädchen und die Arbeiterkolonie Weißensee. Weiter wird Bericht erstattet über die Kassenrevision und das Vermögen des Bundes. Dem RechnnngSbericht für 1901—02 folgen die Kassenberichte der Stiftungen (Darlehnskasse für Frauen und Jungfrauen in Leipzig, Moses Mendelssohn - Stift, in Dessau). Eine Aufzählung der zum Bunde gehörigen staatlichen und freiwilligen Gemeindeverbände, der Bundes- und Stifter-Gemeinden, persönlichen Mitglieder und Beamten beschließt das 117 Seiten starke Heft. — In f erlitt wurde ein Verein für jüdische Statistik gegründet. Der Verein beabsichtigt zunächst, alle Angaben über Berufswahl und über Lebensverhältttisse der über die ganze Erde zerstreuten jüdischen Bevölkerung zu sammeln und durch eigene Erhebungen zu ergänzen. Ferner ist in Aussicht genommen, ein ständiges Bureau für jüdische Statistik zu errichten, dessen Publikationen die Veränderungen im Zustande der jüdischen Bevölkerung registrieren sollen. Zum Vorsitzenden des Vereins wurde Herr Alfred Nossig gewählt. — Herr Dr. Wogen, Dozent am Collegio rabinico in Floren; ist zum Dozenten an der Hochschule für die Wissenschaft des Judentums in Berlin gewählt worden, wo er neben anderen Disziplinen Religionsphilosophie lehren wird. — Die Gedächtnistafel für Heinrich Keine, die in Kerlin am Hause Taubenstraße 32 angebracht werden soll, ist nunmehr im Modell von dem Bildhauer Hugo Beerwald-Schwerin fertiggestellt worden. Das Relief zeigt ein überlebensgroßes Bildnis des Dichters. Heine ist jugendlich und bartlos dargestellt, wie er aussah, als er im Jahre 1823 in diesem Hause lebte. Das Haar fällt auf die hohe Stirn hernieder und verklärt blicken die Augen wie forschend ins Weite. Die linke Hand stützt sich an den Kopf; im übrigen ist das Brustbild des Dichters malerisch von einem Mantel umrahmt; dahinter liegen Bücher. Int Fonds des Reliefs sind Eichenzweige eingezeichnet; In dem Zweige vor den Augen des Dichters leuchtet ein Stern auf. Unter dem Bildnis ist als Inschrift ein Vers aus einem Gedicht („Nachtgedanken") gewählt: Deutschland hat ewigen Bestand» es ist ein kerngesundes Land." Das Relief ist nach dem vorhandenen Beweismaterial geschaffen. — Bei dem Festakt in der Kreslaner Universität wurden die Ergebnisse der Preis-Ausschreibungen pro 1901/02 verkündigt. Den Preis der juristischen Fakultät erhielt stuä' zur. Ernst Feder-Berlin, einen Teilpreis stuä. zur. Bruno Blau-Marienwerder; der königliche Preis der medizinischen Fakultät wurde dem stuä. msä. Franz Wohlauer, der königliche Preis der philosophischen Fakultät dem stuä. phil Abraham Hoffman», Sohn des Seminar-Direktors Dr. D. Hoffmann-Berlin, der für die geschichtliche Aufgabe („Die Nachrichten des Flavius Josephus über die römische Kaiserzeit") dem stuä. pbil. Eugen Täubler- Berlin und der der englisch-philologischen Fakultät dem stuä. pbil. Bernhard