Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 22 (1902)
- Issue
- Heft 4 (1.4.1902)
- Date
- 1902-04-01
- Page
- Seite 76 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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76 gest. in New-Iork 1891); die Preußen: Samuel Hirsch (Vater des Chicagoer Rabbiners Emil G. Hirsch, geb. 181b, gest. Philadelphia 1889) Isidor Kalisch (geb. 1816, gest. in Newark sin der Nähe von New-Iork) 1886), I. K. Gutheim, (geb. 1817, gest. in New-Orleans 1886), Markus Jastrow (geb. 1829 lebt in Philadelphia und wirkt trotz seines hohen Alters rüstig und erfolgreich als Präsident der Bibelkommission der Jewish Publication Society sdiese Gesellschaft ist nämlich im Begriffe, eine neue englische Uebersetzung der Bibel herauszugeben) und Chef des talmudischen Departements der Jüdischen Encyklopädie; er hatte vor mehreren Wochen die Freude erlebt, nach 15 jähriger Arbeit das Manuskript des letzten Heftes seines vortrefflichen Dictionary of the Talmud zum Drucke zu befördern) und Gustav Gottheil (geb. 1827; lebt als Rabbi Emeritus des Temple Emanuel in New-Iork, nachdem er während mehr als zwei Decennien der unbestrittene religiöse Führer der New-Iorker Judenheit gewesen), der Westfale Jsaac Leeser (geb. 1806, gest. in Philadelphia 1868), der Weimaraner Liebmann Adler, (geb. 1812, gest. in Philadelphia 1868), der Holländer Samuel M. Jsaacs (geb. 1804, gest. in New-Iork 1878, der Vorgänger des Dr. F. de Sola Mendes, als Rabbiner der Gemeinde Shaare Tefila), der Schwede Morris I. Rap hall (geb. 1797, gest. in New-Iork 1868), der Italiener Sabato Marais, (geb. 1823, gest. in Philadelphia 1897, als Präsident des von ihm begründeten orthodoxen Jewish Theological Seminary in New-Iork), endlich der Engländer Abraham de Sola (geb. 1825, gest. in Montreal sCanada) 1882). Diese gelehrten und für die höchsten Ideale des Judentums begeisterten wackeren Pionniere legten wie gesagt den Grund zu der Saat, die der geniale Rumäne Salomon Sch echter» der seine glänzende Stellung an den Universitäten Cambridge und London aufgeben wird, um in einigen Monaten sich der Phalanx der amerikanischen Gelehrten anzuschließen, zu reifen berufen zu sein scheint/ Er wird die Arbeiten seiner Vorgänger weiter zu führen und in der unter seinem Rektorate neu zu organisierenden theologischen Hochschule von New-Iork zu kristallisieren suchen. Drei edle jüdische Mäcene, Jakob H. Schiff (100000 Dollars), Leonhard Lewisohn (50000 Dollars) und Daniel Guggenheim (50000 Dollars) hatten sich eines schönen Abends in des Ersteren Wohnung mit dem Mitgliede des Richterkollegiums von Philadelphia, Mayer Sulzburger, der nicht blos zu den scharfsinnigsten Juristen und gelehrtesten Bibliophilen des Landes gezählt wird, sondern als Präsident der litterarischen Sektion der Jewish Publication Society of America auch einer der autorisiertesten Führer der amerikanischen Judenheit ist und mit dessen Vetter Dr. Cyrus Adler, einem der Editoren der Jewish Encyclopedia, Präsidenten der American Jewish Historical Society und künftigen Berwaltungspräsidenten der neuen Anstalt, zusammengefunden und seance tenante 200000 Dollars (800000 Mark) für die Reorganisation des Jewish Theological Seminary gezeichnet. m.