Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 22 (1902)
- Issue
- Heft 2 (1.2.1902)
- Date
- 1902-02-01
- Page
- Seite 47 (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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f. •* -f-j ' ' . ■’4J V'-* l '■- V *;-v" •> 's.1 47 — und stammte aus Russisch-Polen. Als er nach Amerika kam, änderte er seinen Namen in Rosenfeld um. Sein Sohn, der Vater des gegenwärtigen Präsidenten, ließ sich taufen und heiratete eine Holländerin und nahm den Namen Roosevelt an nach holländischem Dialekt. — „Die Deutsche Israelitische Zeitung" teilt eine Rede mit, die Präsident Roosevelt bei der Eröffnung eines Neubaues des Montefiore Home für. chronische Invaliden in New-Dork gehalten hat. In dieser Ansprache sagte Herr Roosevelt unter anderem Folgendes: „Ich kam hierher, um zum Ausdruck zu bringen, welche Verpflichtungen Ihnen gegenüber das Volk der Vereinigten Staaten hat, nicht wegen der That selbst, sondern wegen des Beispiels, welches dieselbe gibt- Sie haben den Kampf gegen den schlimmsten Feind, den wir haben, die Schwindsucht begonnen. Ihre Ausrottung ist ein gewaltiges soziales Problem. Durch die Eröffnung der Anstalt am Gräberschmückungs- Tage haben Sie dem amerikanischen Volke eine gute Lehre gegeben und eine andere dadurch, daß Sie allein die Mittel zu der Anstalt lieferten, die für Alle ohne Unterschied offen ist. Wenn es eine Doktrin gibt, der sich die Männer in Amerika zuneigen sollten, so ist es die, zu der Sie sich bekennen. Keine Feindschaft auf Grund der Rasse oder des Glaubens. Wir haben hier Raum genug für die Arbeiten Aller, Bischof und Rabbi, wenn diese Thaten verrichten wollen, wie die, welche wir heute hier sehen. Dann pries Herr Roosevelt die Israeliten, weil sie auch Andersgläubigen Aufnahme in ihren Anstalten gewähren. „Wir haben jetzt im zwanzigsten Jahrhundert", fuhr Redner dann fort, „nicht nur industrielle Prosperttät, sondern wir stehen auch verschiedenen wichtigen Problemen gegenüber, wie dem Berhältnis zwischen Arbeit und Kapital, dem Anhäufen von Reichtum re. Und hier geben Sie ein herrliches Beispiel, wie der Reichtum verwendet werden kann, um die existirenden Zustände zu verbessern. Wir haben weder für Pessimisten Noch für Optimisten Raum, beide irren in ihren Anschauungen. Mit Ihren Wohlthätigkeitsanstalten haben Sie eine Pflicht gegen die Menschheit erfüllt." — Aus Havanna wird folgende erfreuliche Mitteilung gemacht: Die Juden der Insel organisieren sich zur gegenseitigen Unterstützung in sozialer und religiöser Beziehung. Die erste Versammlung zu diesem Zwecke fand im Geschäftslokale des Herrn Charles Berkowitz in der Belascoain-Straße statt. Es war eine Anzahl hervorragender Juden anwesend und die Art und Weise wie sie daran gingen, die neue Gesellschaft zu gründen, spricht für Erfolg. Folgende Beamte wurden provisorisch erwählt: Robert Diamond, Präsident; Charles Herkowih, Sekretär; Alfred E. Morales, Schatzmeister. Es wurde der Plan einer permanenten Organisation beraten und beschlossen, sogleich einen Fond aufzubringen, um eine Synagoge zu bauen und ein geeignetes Stück Land für einen Begräbnisplatz zu kaufen. Die meisten Anwesenden zeichneten ansehnliche Beiträge, wie Alfred E. Morales 1000 Dollars, I. Barker 500, Robert Diamond 100, Charles Berkowitz 100, S. Blaustein 100, S. Greenberg 25, M. Oldstein 50, A. M. Chayon 100 und K. Deller 5, zusammen 1980 Dollars. Alle