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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1902-02-01 · Heft 2 (1.2.1902) · p. Seite 46

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
22 (1902)
Issue
Heft 2 (1.2.1902)
Date
1902-02-01
Page
Seite 46 (sequence 22)
Language
German
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46 I schafter des deutschen Volkes. Darauf trug die Gesangsabteilung des deutschen f sozialistischen Leseklubs die „Loreley" vor, welche die meisten Anwesenden mitsangen. I Der hervorstechendste Teil des Denkmals ist eine Stelle mit der Porträtbüste des Dichters. Zur Dekoration der Stelle dient ein Schmetterling, die Lyra, gekreuzte Palmenzweige; die Inschrift lautet: „Heinrich Heine und Frau Heine“. Der Grabdeckel — schmal wie das Grab selbst — trägt einen wuchtigen, mit Bändern umwundenen Lorbeerkranz von Marmor und auf den frei gebliebenen Teilen der x Platte steht eine Widmung in Versen. Das Denkmal macht einen stimmungsvollen Y Eindruck. — Am 12. November war es sechzig Jahre, seitdem das meistverbreitete jüdische Blatt England's „Jewish Chronicle“ seine erste Nummer herausgegeben hat. — Seinen 90. Geburtstag hat am 22. November der Senior der englischen Rabbiner, Professor Marks von der Londoner Reformsynagoge, gefeiert. Rev. Marks befindet sich trotz seines hohen Alters in voller körperlicher und geistiger Frische. — Professor Dr. Elbogen, Dozent am italienischen Rabbinerseminar in i Floren;, veröffentlicht eine prächtige Gedenkrede auf den unvergeßlichen Mitschöpfer » der Renaissance jüdischer Wissenschaft im 19. Jahrhundert, Samuel David Lu;;atto, dem ersten Dozenten an dem damals noch in Padua befindlichen Seminar. Das ' Institut hat wechselvolle Schicksale hinter sich. Von Padua kam es nach Rom, von Rom nach Florenz. In Florenz ersteht es augenblicklich dank der rastlosen Arbeit des Florentiner Oberrabbiners Dr. Margulies und Dr. Elbogen's zu neuer Blüte, die an die Paduaer Zeit erinnert. Seit langer Unterbrechung werden für die jungen,; jüdischen Theologen Italiens wieder streng systematisch-wissenschaftliche Vorlesungen ' abgehalten und die Früchte gediegener Vorbildung beginnen bereits langsam zu reifen. Bon Florenz aus wird hoffentlich ein neues jüdisches Leben in die italienischen Gemeinden, die leider allzuhäufig völlig stagnieren, getragen werden. Margulies und Elbogen haben geradezu eine jüdische Kulturmission in Italien, erfreulicherweise sind es Individualitäten ersten Ranges mit dem Blick für das, was not thut und der Kraft, das, was not thut, zu schaffen, die die Regenerationsarbeit übernommen haben und sicher zu einem schönen Ziele führen werden. — Die Universität in Kopenhagen hat mit Einwilligung der Regierung Herrn Dr. G. Krandes eine jährliche Ehrengabe von 5000 Kr. gewährt. — Fürst Gginski, der Besitzer des fast ausschließlich von Juden bewohnten Städtchens Plnngian, welcher mit seiner hochsinnigen Gattin wiederholt gabenwilliges Wohlwollen für die jüdischen Armen bethätigt, hat ein umfangreiches Gebäude im Werte von 10,000 Rubel und einen - namhaften Betrag zur Errichtung eines jüdischen Krankenhauses zur Verfügung gestellt. Dasselbe ist kürzlich in Anwesenheit des fürstlichen Paares eingeweiht worden. — Ein englischer Journalist, der den Stammbaum des Präsidenten von Nordamerika Koosewelt untersuchte, will gefunden haben, daß derselbe von rein jüdischer Abstammung sei, daher seine lebhafte Sympathie für die Juden, so daß er einen Juden als Privatsekretär angestellt hat. Der Großvater hieß Roswelski

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