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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1901-09-01 · Heft 9 (1.9.1901) · p. Seite 212

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
21 (1901)
Issue
Heft 9 (1.9.1901)
Date
1901-09-01
Page
Seite 212 (sequence 20)
Language
German
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212 Museums; die gleichfalls aus Engels Atelier stammenden Büsten Eduard Szigligeti's, Joseph Katona's, der Frau Kantor und Kolomau Szerdahelyi's schmücken das Foyer des Nationaltheaters. — Unter dem Titel „Mahnruf und offener Brief an Herrn Oberrabbiner Dr. Giidemann, sowie auch an sämtliche Rabbiner" versendet ein Arzt aus Teheran folgendes Zirkular: „Siehe, ich sende euch den Propheten Elijabu, bevor da kömmt der Tag des Ewigen, der große und furchtbare. Höret, vernehmet und merket auf: Das ist Elia, der da heutigen Tages seines Amtes waltet nach dem Worte, Wissen, Willen, Wirken und Aufträge Gottes, den ich erhielt von Mund zu Mund, von Angesicht zu Angesicht. Ich verkünde euch wichtige, neue und angemessene Dinge, die noch nicht gehört wurden seit Erschaffung der Welt bis auf den heutigen Tag, süß für die Seele, Heilung für den Leib, und nun obliegt es Euch Rabbinen, Gelehrten, Hirten, Lehrer und Führer, Hüter und Leiter des Volkes Israel, wie es heißt: Auf Euch, ihr Priester, lastet diese Pflicht; so ihr nicht höret und es nicht zu Herzen nehmet, Ehre zu geben meinem Namen, spricht der Herr der Heerschaareu. In solchem Falle, den Gott verhüten möge, was ich nicht einmal erwähnen möchte — welche Verachtung und welcher Fluch jene treffen würde an jenem Tage, die da abfallen von Gott und die Offenbarung seiner Herrlichkeit leugnen. Darum ersuche ich Eure Ehrwürden, Herr Oberrabb ner Dr. Giidemann, und die anderen ehrwürdigen Herren, wie auch die hochgeehrten Vorsteher und Vertreter der jüdischen Gemeinden, Vereinigungen und sonstigen Kapazitäten aus der Klasse der Intelligenz, mir gütigst eine geeignete Stunde in liebevoller Kollegialität bekannt geben zu wollen, wo ich zu Euch komme» und Euch enthüllen könnte erhabene, und verborgene Geheimnisse aus den höheren heiligen Sphären. Dies soll geschehen nicht bloß vor der Residenz, für einzelne wenige Auserwählte, sondern für alle Völker, vor aller Welt in einer großen Versammlung, und darum erhoffe und erwarte ich freundliche Antwort. Solltet Ihr aber, Ihr Herren Rabbiner, meine Worte nicht beachten und beherzigen, den Willen nnd das Wort Gottes nicht ausführen, sodann bin ich bemüßigt — nochmals in schärferer Weise zu schreiben und andere Dinge zu vollführen, um Euch wie auch die Regenten und Fürsten, aufzurütteln durch Furcht, Angst und Schrecken, gez.: Eliahu Cohen (genannt: Abdullah Khesr), Arzt aus Teheran." Wir wollen ruhig vorerst die schärfere Weise des Schreibens abwarten. — In Kaja starb unser geschätzter Mitarbeiter Herr Rabbiner Dr. Sinai Käscher, geb 16. März 1841 in St. Miklos. Er war ein hervorragender Gelehrter und sah sich genötigt, aus Gesundheitsrücksichten von seinem Amte als Prediger der SSchochre hatob- Gemeinde in Berlin (1867—1878) zurückzutreten, woselbst er als Kanzelredner durch seine hinreißende Beredsamkeit eine große Popnlarität genoß. Er besaß ein phänomenales Gedächtnis, war ein tüchtiger Kenner der orientalischen Sprachen und trat stets mit Wärme und Begeisterung für Fortschritt und Freiheit im Judentum ein- Neben vielen glanzvollen Reden und Aufsätzen sind noch, besonders hervor-

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