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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1901-09-01 · Heft 9 (1.9.1901) · p. Seite 210

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
21 (1901)
Issue
Heft 9 (1.9.1901)
Date
1901-09-01
Page
Seite 210 (sequence 18)
Language
German
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210 reise nach Italien ist seitens der König!. Akademie der Künste Herrn Bildhauer Jakob Pleßner zuerkannt worden. — Man schreibt uns: In der Synagogenvorhalle in Uorderney befand sich eine Bekanntmachung, welche in getreuer Abschrift folgt, und die wohl niedriger gehängt zu werden verdient: Emden, den 7. Juli 1901. Bekanntmachung. Es wird hiermit bekannt gemacht, daß ich es in diesem Jahre nicht übernommen (habe), die von Herrn Louis Wolf aus Hannover zum Verkaufe in Norderney ausgestellten Fleisch- und Wurstivaaren beaufsichtigen zu lassen, und daß ich es Herrn Landrabbiner Dr. Gronemann in Hannover überlassen habe, ob und inwieweit er die Verantwortung für deren Koscheres tragen will. gez. Dr. Löb, Landrabbiner, Emden- —Hierzu gehört folgende Auslassung eines Berliner Rabbiners: Um mißverständlicher Auffassung des in der vorigen Nummer der Jüd. Presse enthaltenen Inserates der Darmhandlung Meyer Levy jün. hier zu begegnen, wird hierdurch darauf aufmerksam gemacht, daß nur diejenigen Därme, welche in den Räumen der Jüdischen Gemeinde lagern und zur Versendung an die unter der Aufsicht des Rabbinats stehenden Fleischwaarenhändler gelangen, einer sorgsamen Prüfung ihrer rituellen Beschaffenheit unterliegen. Der anderweitige Geschäftsbetrieb der Firma Meyer Levy jun. entzieht sich unserer Kenntnis und Verantwortung. Dr. I. Eschelbacher, Rabbiner der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Haben denn die Herren Rabbiner in Emden und Berlin keine anderen Sorgen? — Am 3 Juli starb in Wien eines plötzlichen Todes der in weitesten Kreisen bekannte akademische Maler Eduard Kräutler, ein Studiengenosse Matejkos, in seinem 66. Lebensjahre. Aus Krakau gebürtig, lebte er in Wien seit 40 Jahren. Unter den unzähligen Porträts bekannter Persönlichkeiten, welche er malte, befindet sich auch im historischen Museum das auf Bestellung des seligen Baron Moritz Königswarter vortrefflich gelungene Bild des berühmten Banquier Oppenheimer und das vorzügliche Porträt der k. k. Hofschauspielerin Schratt u. a. m. Der Tod traf ihn in voller Arbeit an seiner Staffelei, durch einen Gehirnschlag. — „Die Welt" schreibt: Wie wir von kompetenter Seite erfahren, wird vom Oktober d. I. ab in Wien eine wissenschaftliche Revue erscheinen, unter dem Titel: ,/Vierteljahresschrift für Talmud- und patriotische Studien, sowie philosophisch-theologische und historische Forschungen." — Se. Majestät hat dem Privatdozenten Dr. Emanuel Herrzel in Sudapest, sowie seinen gesetzlichen Nachkommen in Anerkennung seiner Verdienste auf dem Gebiete der Heilkunde den ungarischen Adel mit dem Prädikat „Pußta-Poteri" verliehen. Der Neugeadelte zählt trotz seiner verhältnismäßigen Jugend seit Jahren zu den namhaftesten und erfolgreichsten Operateuren des Landes. — Nach einem langen, der rastlosen künstlerischen Arbeit gewidmeten Leben ist der Nestor der ungarischen Bildhauer, der Schöpfer des Szochenyi - Denkmals. Joseph Engel in Dudapeft gestorben. Er erreichte das hohe Alter von sechsundachtzig Jahren und erst im letzten Jahrzehnt seines Lebens gönnte er sich Ruhe, weil ihn das Alter hiezu nötigte. Als Künstler gehörte er der klassischen, oder wie die Modernen von heute sie nennen, der „alten

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