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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1901-04-01 · Heft 4 (1.4.1901) · p. Seite 88

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
21 (1901)
Issue
Heft 4 (1.4.1901)
Date
1901-04-01
Page
Seite 88 (sequence 16)
Language
German
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schlesische und der Breslau-Liegnitzsche Bezirksverband jüdischer Gemeinden. — Der Delegirtentag tritt regelmäßig alle zwei Jahre regelmäßig in einer Stadt Deutschlands zusammen; außerordentliche Delegirtentage können durch Beschluß des Ausschusses und müssen auf Antrag von mindestens dreißig Stimmen einberufen werden." Ueber den Ausschuß heißt es: „Der Sitz des Ausschusses ist Berlin. Fünf Ausschuß- Mitglieder müssen in Berlin, oder in den Vororten wohnhaft sein. Der Ausschuß bereitet die Beschlüsse für den Delegirtentag vor, führt dieselben aus und leitet die Geschäfte des Verbandes." — Herr Georg Speyer in Frankfurt a. M. hat der Stadt eine Million Mark überwiesen. Die Zinsen der Stiftung sollen in erster Linie der Wissenschaft zukommen, und dann auch gemeinnützigen Bestrebungen auf dem Gebiete der Wohnfrage. — Die Erben des Freiherrn Wilhelm Earl von Rothschild in Frankfurt a. M. haben eine Million Mark für dortige Institute und Corporationen gespendet. — Im 93. Lebensjahre starb in Stadtoldendorf Herr Ephraim Rothschild, der Mitbegründer des D. I. Gemeindebundes und Senior der Delegirten. Ehre seinem Andenken! — Man berichtet uns: In Dortmund hielt Herr Hermann Iivi aus Elberfeld einen äußerst interessanten Vortrag über das Thema: „Ursprung und Entwickelung der jüd. Musik". In einstündiger, formvollendeter, schwungvoller Rede, die der Vortragende durch charakteristische Weisen am Klavier noch näher erläuterte, führte Herr Zivi den Nachweis, daß eine sogenannte traditionelle jüdische Musik aus ganz alter Zeit nicht existiere, daß sich vielmehr die Synagogengesänge erst von dem Zeitpunkte ab entwickelt haben, von welchem an man der Kirchenmusik besonderes Interesse zugewandt habe. — Das erste Heft des vierten Jahrganges der „Mittheilungen" der Gesellschaft für jüdische Volkskunde in Hamburg ist jüngst erschienen. Es enthält zwei wertvolle Arbeiten über „die Memoiren der Glücket von Hammeln" von L. Mayrs und von Dr. A. Landau. Hieran schließen sich wissenschaftliche Mitteilungen von Professor W. Bacher und Professor Sam. Krauß. Aus den handschriftlichen Sammlungen der Gesellschaft wird eine Auswahl von Volksliedern, Erzählungen und Räthseln geboten. Neben anderen lehrreichen Arbeiten schließt das Heft mit einem ausführlichen Inhaltsverzeichnis zu den ersten drei Jahrgängen der „Mittheilungen" nebst Ergänzungen und einer Aufzählung der Spenden und Neuerwerbungen sowie mit Vereinsnachrichten. — In Derlin ging jüngst im Krollschen Saale eine höchst interessante Veranstaltung von Statten. Zur Unterstützung der Chinakrieger und der rumänischen Juden wurden altgriechische, altjüdische und altchristliche Gesänge durch eine von Professor Oscar Fleischer geleitete Gesellschaft in wirksamer Weise zum Bortrag gebracht. Letztere Abtheilung begann mit dem Lobgesang am rothen Meere, der in der sephardischen Gemeinde zu London sich erhalten hat, brachte den 100. Psalm, das Berum Olam und den Umzug beim Schlußfest in der trefflichen Bearbeitung von Eisenstadt, zum Schluß den 149. Psalm. — Man berichtet uns: Der von der deutschen Orient-Gesellschaft nach Babylon gesandten Expedition

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