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Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1901-02-01 · Heft 2 (1.2.1901) · p. Seite 33

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Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
21 (1901)
Issue
Heft 2 (1.2.1901)
Date
1901-02-01
Page
Seite 33 (sequence 9)
Language
German
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I»WW^I41UWUJPBW^| — 33 - ri kaiserliche Hoheit und das gesamte allerdurchlauchteste kaiserliche Erzhaus Österreich' - in seiner gnädigsten Obhut halten möge und wollen uns die gemeine Judenschaft - ■ hier selbst Eurer kaiserlichen Hoheit Huld und Gnaden unterthänigst empfohlen haben. I Der Erzherzog empfing die Geschenke huldvoll, erteilte eine sehr gnädige Antwort und versicherte die Juden seiner Gnade;'ja ließ sich sogar in eine ganz ' familiäre Unterhaltung mit der Deputation ein. Und so wurden sie endlich in . Gnade und mit großen Ehren entlassen. Die Deputation ging zu Fuß durch die Stadt nach der Judengasse und wurde überall unterwegs mit großer Auszeichnung behandelt. Leopow Löw und seine Ireunde. i. Bon Leopold Löw's gesammelten Schriften, herausgegeben von Immanuel Löw, ist der V. Band in Szcegedin bei Ludwig Engel erschienen, der äußerst ' interessante Briefe aus den Jahren 1841—1871 enthält, die Licht auf die Zeit und die damalige führenden Geister im Judentume werfen Wir lassen hier. Einiges zwanglos aus denselben folgen und überlassen es dem Leser, die Lehren für unsere Zeit daraus zu ziehen. Am 27. Dezember 1841 schreibt Prediger Mannheimer aus Wien: Darum sind auch die Augenblicke, die ich auf der Kanzel verlebe, die glücklichsten. Da lebe ich in der Illusion eines höheren Berufes und einer höheren Befähigung. Daher auch der immer steigende und wachsende Erfolg und . Eindruck meiner Reden; und wenn Worte — Thaten und bezwungene Herzen er-; oberte Städte und Länder wären, so wäre ich -allerdings ein thatenreicher Mann, >vas ich aber nicht bin, da sich nichts zur That gestaltet von Allem, was ich je; erstrebt und Alles in Klänge, oft in schrille Mißtöne ausgeht. Interessant ist die ] Stelle über den Gebetbuchstreit in Hamburg, in welcher Mannheimer's ehrliche Über- ' zeugung zum Ausdruck kommt, sie lautet: Ich bin von ersterer (Hamburger Tempeli gemeinde) um ein Gutachten angegangen worden und habe dem Herrn Bernays, - i der sich nach einer 22jährigen Lethargie plötzlich zu einem Gewaltstreich erhoben ) hat, ein bissel stark auf die Finger geklopft und ihm bedeutet, daß er.und seines : Gleichen, die gleichgiltig und stumpfsinnig es mitangesehen haben, wie tausende und wieder tausende dem Gotteshause sich entzogen, am wenigsten das Recht hätten» -- denen gegenüber, die zuerst der Auflösung und Zerrüttung im Heiligtum Einhalt ) gethan und der Gesetz- und Gesinnungslosigkeit eine Schranke gezogen' — den : Glaubenshelden und Eiferer machen zu wollen. Ohne das Gebetbuch in seinem Details zu rechtfertigen, stellte ich im Allgemeinen die Grundsätze auf, daß die Einführung der deutschen Sprache in den Gottesdienst erlaubt sei; die Abstellung , der Pijutim und Selichbotv, und die Abänderung derselben, wo sie ausgenommen werden, jeder Gemeinde zustehe', daß sich das selbst auf viele Stücke im Siddur

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