Mannheim
Compact Memory

Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen · 1901-01-01 · Heft 1 (1.1.1901) · p. Seite 19

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
Volume
21 (1901)
Issue
Heft 1 (1.1.1901)
Date
1901-01-01
Page
Seite 19 (sequence 19)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2969669-2969906-2969908--6218-2975549
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

IS Wir gelangen zum Jahre 1840. Die Affaire Damaskus bricht aus. Juden werden angeklagt, den verschwundene» Thomas ermordet zu Haben, um an ihrem Passahfeste seines Blutes zu bedienen. Cremieux erhebt sich zur l teidigung der Juden. Er fordert Munk auf, ihn als Sekretär und nach Alexandrien zu begleiten. Munk acceptiert und leistet der jüdischen die größten Dienste. Nachdem diese Affaire beendet war, kehrte er nach Frau! zurück und verheiratete sich gm 26. Oktober 1841 mit Fräulein Fanny Reißh aus dieser Verbindung entsprossen — außer einem ganz jung gestorbenen K — drei Töchter, Alice, Regina und Camille, die später Frau Moritz Frank, Charles Wael und Frau Joseph Heilbronner hießen. , Im Jahre 1842 entdeckte unser Gelehrter das Manuskript, das die schreibung Indiens von dem berühmten Astronomen El Birouny enthält, dieser Entdeckung wandten sich J-B. Biot und F. Arago verschiedene Male Munk, um von ihm Aufklärungen über die Astronomie der Araber zu Im Jahre 1844 wurde Munk zum Sekretär des consistoirg central Könnt; im folgenden Jahre veröffentlichte er sein erstes großes Werk: La Palestine^ description g4ographique, historique et archeologique, 704 Seiten stark/NM Karten und Kupferstichen. 1846 machte Munk eine Entdeckung von hervorragend^?; Bedeutung. Er bewies, daß der Avicebron oder Avrcebrol der scholastisch^ Philosophie niemand anders war, als der jüdische Dichter und Philosoph SaloMWG ibn Gabirol. '? Aber ein schreckliches Unglück sollte Munk treffen; seine Sehkraft. wu immer schwächer, bis sie ganz erlosch. Jedoch mit Munks Forschungen, war deshalb noch nicht zu Ende. Sein unbezwinglicher Mut und die Liebe zur schaft, die ihn beseelten, ließen ihn nicht ruhen. Mit Hilfe eines Sekretärs ihm vorlas und nach seinem Diktat schrieb, führte er die Reihe seiner Werke weites Er veröffentlichte eine Skizze über den großen Grammatiker Ibn Djä die ihm den „Prix Bolney" eintrug, eine Prämie von 1200 Francs. 1856 er den ersten Band seiner Ausgabe des Maimonides erscheinen, 1857 den e Teil be? „Melanges .de philosophie juive et arabe.” Im Jahre darauf Mw er zur Akademie der Inschriften berufen. 1865 vollendete er seine Übersetzung: „Führer der Verirrten." Als es Renan infolge der Veröffentlichung stz „Leben Jesu" unmöglich geworden war, seine hebräischen Vorlesungen am de France fortzusetzen, wurde Munk im Dezember 1864 berufen, ihn an dieser ' Stelle zu ersetzen. Der Eröffnungsvortrag fand am 1. Februar 1865 unter eiOW^ großen Andrang von Zuhörern statt. Diese erste Vorlesung erschien in der „Revue politique et litteraire.” '-‘/'v „Auf diesem nur den philologischen und historischen Studien geweihte». Lehrstuhl" sagte Munk, „werden wir uns nur mit der einfachen und historischester Bedeutung zu beschäftigen haben. Die Bibelexegese muß den RekigionsphilosofchM v?

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.