Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Journal
- Populär-wissenschaftliche Monatsblätter zur Belehrung über das Judenthum für Gebildete aller Confessionen
- Volume
- 21 (1901)
- Issue
- Heft 1 (1.1.1901)
- Date
- 1901-01-01
- Page
- Seite 18 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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MGelegenheit dieser Veröffentlichung, um unseren Lesern einiges aus dem Leben dieses AH^vorragenden-Gelehrten mitzuteilen. M- ' Er wurde'am 14. Mai 1803 zu Groß-Glogau in Preußisch-Schlesien geöttn. Sälomons Vater, Lippmann Samuel Munk, war öffentlicher Gemeinde- ^DrÄAtek, eine Art Kanzleischreiber. Salonion Munk lernte den Talmud in seiner bei dem Rabbiner Joseph Jakob Öttinger. Als dieser im Jahre 1820 ßKMch Berlin berufen wurde, folgte ihm Munk, um unter seiner-Leitung seine rabittifchen Studien zu vollenden. In Berlin zog Munk die Aufmerksamkeit von Eduard Gans und Zunz auf MM.. Sie regten ihn zum Weiterstudium in den profanen Wissenschaften an. fe; Aller nur durch harte Arbeit und große Entbehrungen gelang es ihm, seine Be- MMrfniffe, die allerdings sehr bescheiden waren, zu bestreiten und seine Kurse am Ui, Gymnasium Joachimsthal zu bezahlen. Nachdem er sein Abiturientenexamen absol- ^Htziett hatte, besuchte er die Vorlesungen des Philosophen Hegel und der Philologen M-Wveck- und Bopp. , Von der Überzeugung durchdrungen, daß es ihm nicht gelingen würde, eine /Professur an einer preußischen Universität zu erlangen, beschloß er, nach Frankreich äuszuwandern. Er hielt sich zunächst einige Monate in Bonn auf, wo er die W Vorlesungen von Freytag, Niebuhr und A. W. v. Schlegel besuchte- In Weimar D-Murde er von Goethe herzlich empfangen. N . - Im Anfang des Jahres 1828 finden wir ihn in Paris. Er verfolgt da- 'selbst mit großem Eifer seine orientalischen Studien. Das Arabische bei Silvestre MM Saey, das Persische bei E. Quatremere. Um leben zu können, erteilte er M Privatstunden. Bald vertraute man ihm Baron Alphonse und Gustav v. Roth- U schild als Schüler an, ein Beweis, daß er sich schon einer hohen Achtung erfreute. A . ^Die lange Reihe seiner literarischen Arbeiten beginnt mit der Mitwirkung Herausgabe der Samuel Cahen'schen Bibel, der er eine Denkschrift beifügt H istuter dem Titel: „Prüfung einiger Kritiken des ersten Bandes der Bibel von Cahen." Munk fühlte sich immer mehr zu der jüdisch-arabischen Litteratur DE Dngezogen und besonders zu Maimonides, dessen Nore Nebuchim „Führer der K^Herirrten" er ins Französische übersetzte. Um aber Maimonides richtig zu der- A/ Mhen, muß man Aristoteles gut kennen. Darum wandte Munk jetzt seine ganze ^'/Sorgfalt auf das Studium dieses Philosophen. Dann ging er nach Oxford, um IUPch' Abschriften von den arabischen Texten zu verschaffen. Inzwischen war es ihm l'1 auch gelungen, Mitarbeiter beim „Temps", der „France litteraire” und ^Journal feasia,tique” zu werben- |r ' Im Jahre 1838 wurde Munk zunächst provisorisch znm Bibliothekar an der K'.Hl. Bibliothek ernannt. Er wurde beauftragt, den Katalog der buddhistischen und M Mischen Manuskripte anzufertigen. 10 Jahre lang beschäftigte er sich mit dieser UWGtkr.